„matinee“ am 20. Jänner: Porträts über Tiroler Geigenbauer Jakob Stainer und Fürstenfamilie Liechtenstein

Außerdem: „Katholischer Gottesdienst“ aus Innsbruck und „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) - Eine geschichtsträchtige „matinee“ steht am Sonntag, dem 20. Jänner 2019, ab 9.05 Uhr in ORF 2 auf dem Programm. Zunächst porträtiert der vom ORF-Landesstudio Tirol gestaltete Film „Jakob Stainer – Ketzer und Genie“ den berühmten streitbaren Tiroler Geigenbauer, der mit der Kirche des 17. Jahrhundert in Konflikt geriet. Aus Tirol, genauer dem Wirtschaftskundlichen Realgymnasium Ursulinen in Innsbruck, kommt auch der anschließende „Katholische Gottesdienst“ (9.30 Uhr) anlässlich des Weltjugendtreffens in Panama. Fortgesetzt wird der von Martin Traxl präsentierte ORF-Kulturvormittag mit einer Dokumentation des ORF Vorarlberg über „Die Fürstenfamilie Liechtenstein“ (10.15 Uhr) anlässlich des 300. Jahrestags der Gründung des Fürstentums (23. Jänner 1719). Abschließend bringt „Die Kulturwoche“ (10.45 Uhr) aktuelle Berichte und Tipps zum heimischen kulturellen Geschehen.

„Jakob Stainer – Ketzer und Genie“ (9.05 Uhr)

In einem Atemzug mit Stradivari wird oft der Tiroler Geigenbauer Jakob Stainer genannt: In dem kleinen Dorf Absam im Tiroler Inntal baute Stainer im 17. Jahrhundert meisterhafte Streichinstrumente, die bald einen internationalen Ruf erwarben. Im 18. Jahrhundert spielten viele bedeutende Musiker, z. B. der Violinist Giuseppe Tartini, auf Stainers Instrumenten. Auch in der heutigen Zeit gelten Stainer-Instrumente – nicht zuletzt dank Nikolaus Harnoncourt – als kostbare, gefragte Soloinstrumente für Kammer- und Barockmusik.

Doch Jakob Stainer steht auch für einen massiven Konflikt mit der katholischen Kirche des 17. Jahrhunderts. Er besaß lutherische Schriften, wurde nach einem Inquisitionsverfahren exkommuniziert und erst nach einer Sühnezeremonie wieder in die Christenheit aufgenommen. Die von Georg Laich gestaltete Dokumentation des ORF Tirol zeigt den meisterhaften Geigenbauer und den streitbaren Kirchenkritiker Jakob Stainer im Licht modernster Forschungsergebnisse.

„Die Fürstenfamilie Liechtenstein“ (10.15 Uhr)

Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein hat das Familienvermögen jahrzehntelang stetig vermehrt, seine beiden Palais in Wien um mehr als 100 Millionen Euro renoviert und seine Gemäldesammlung ergänzt und erweitert. Der Fürst besitzt rund 1.700 Werke alter Meister, es ist vermutlich die größte private Sammlung der Welt. Er gehört heute zu den reichsten Monarchen Europas, doch gerade nach dem Zweiten Weltkrieg war die Lage prekär. Hans-Adam II. musste das Vermögen neu aufbauen und sein Familienerbe retten. Er ist der einzige Monarch, der einem Staat auch den Namen gibt.

Die vom ORF-Landesstudio Vorarlberg produzierte Dokumentation von Marion Flatz-Mäser lässt das Publikum in die beiden prächtigen Wiener Palais der Liechtensteins, in die Gemäldedepots und die Restaurierungswerkstätte blicken. Eines fehlt der Fürstenfamilie gänzlich – das Interesse, sich in den Klatschspalten wiederzufinden. Hans-Adam II. war der erste Fürst von Liechtenstein, der im Kleinstaat aufgewachsen ist. Seine vier Kinder haben die öffentliche Schule im Fürstentum besucht. Einmal pro Jahr, am Liechtensteiner Staatsfeiertag im August, lädt er alle Bürger/innen zu einem Aperitif in den Schlossgarten ein.

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