Brexit-Ungewissheit wird mindestens weitere zwei Monate anhalten

New York (ots/PRNewswire) - Das britische Parlament hat heute im Brexit-Scheidungsprozess einen entscheidenden Schritt vollzogen, den von Premierministerin May mit der Europäischen Kommission ausgehandelten Plan nicht zu unterstützen. Die Ungewissheit hat bisher den gesamten Prozess dominiert, und sie wird auch in den kommenden Wochen wie erwartet weiter anhalten. Unsicherheiten haben sich bereits auf das Verbrauchervertrauen, die Inflation, die Wechselkurse und Investitionsentscheidungen von Unternehmen ausgewirkt.

Eine Stellungnahme von The Conference Board

Während ein möglicher Plan B vielleicht noch eine geringe Chance hat, für einen geregelten Brexit zu sorgen, sieht die wahrscheinlichere Variante nun so aus, dass sowohl das Vereinigte Königreich als auch die Europäische Union (EU) eine Verlängerung des für den 29. März geplanten Austritttermins anstreben müssen. Eine kurzfristige Verlängerung wird jedoch wahrscheinlich nicht über den 23. Mai hinausgehen, wenn die Europawahlen beginnen. Sollte das Vereinigte Königreich bis dahin noch Mitglied der EU sein, müsste es diese Wahlen auch organisieren - ein aus vielen Gründen unwahrscheinliches Ereignis. Über den 23. Mai hinaus muss die EU möglicherweise wichtige Entscheidungen darüber treffen, wie einer Fortsetzung der Mitgliedschaft des Vereinigten Königreichs Rechnung getragen werden kann.

Wenn keine der oben genannten Optionen erreicht werden kann, ist auch ein No-Deal-Brexit noch ein mögliches Ergebnis. Um die Auswirkungen eines ungeregelten Ausstiegs abzumildern, hat die Europäische Kommission einen Notfallplan aufgestellt, um sicherzustellen, dass Lastwagen, Flugzeuge und der Finanzsektor am 30. März nicht im unmittelbaren Chaos landen. Die Auswirkungen eines No-Deal-Brexit werden jedoch recht erheblich sein und bis zum 2. Quartal des Jahres deutlicher sichtbar werden. In diesem Szenario und in Kombination mit einem reifen Konjunkturzyklus ist dann eine Rezession sehr wahrscheinlich. Längerfristig schätzt The Conference Board den Einkommenseffekt bis 2028 auf 3.000 US-Dollar (KKP-bereinigt) pro Kopf und Jahr.

Eine aktuelle Brexit-Analyse von The Conference Board finden Sie hier.

Logo - https:// mma.prnewswire.com/media/624268/The_Conference_Board_Logo.jpg

Rückfragen & Kontakt:

Medienanfragen aus den USA richten Sie bitte an Bart van Ark
Chief Economist: Bart.vanArk@conference-board.org
Medienanfragen aus Europa richten Sie bitte an Ilaria Maselli
Senior European Economist: Ilaria.Maselli@conference-board.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PRN0005