Cox/JETZT: „Genug der Worte, wir wollen jetzt Taten sehen!“

JETZT fordert in Sachen Digitalisierung endlich Nägel mit Köpfen

Wien (OTS) - „Ich finde es gut, dass im Jahr 2019 die Digitalisierung von der Regierung die Aufmerksamkeit bekommt, die sie benötigt und verdient“, sagt Stephanie Cox, Digitalisierungssprecherin von JETZT in einer Reaktion auf das heutige Interview mit Margarete Schramböck im Morgenjournal. „Doch wenn wir zu den Digi-9 aufschließen möchten, reicht es im Jahr 2019 nicht, die Amtswege zu digitalisieren. Hier braucht es klare Bekenntnisse, wie man beispielsweise innovative Jungunternehmen, sogenannte Startups, unterstützen kann und wie tatsächlich ein flächendeckender 5G-Ausbau in Angriff genommen werden kann. Ohne diesen und davor einem flächendeckenden Breitbandausbau, welcher bisher ja nur sehr schleppend vonstattengeht, werden wir hier nicht weit kommen.“

Die schleppende Erstellung einer Strategie zur Künstlichen Intelligenz in Österreich zeugt leider auch nicht davon, dass die bisherigen Versprechungen auch tatsächlich in Taten umgesetzt werden. Cox appelliert an die Regierung: „Anstatt ständig von Evaluierungen und Masterplänen zu sprechen, würde ich mir endlich einmal Taten wünschen! Eine weitere Webseite mit einer Ansammlung von Ankündigungen ist zwar nett, bringt uns aber nicht weiter“, meint Cox, die bereits im September ein Strategiepapier für Künstliche Intelligenz vorgestellt hat und den diesbezüglichen Verzug der Regierung beklagt. „Das ausgerufene Jahr der Digitalisierung darf nicht nur ein Marketingslogan bleiben, vor allem wenn es um disruptive Ideen und Unternehmen, also sogenannte Startups, geht.“

„Ansätze, wie die Plattform oesterreich.gv.at, sind sehr zu begrüßen, reichen allerdings nicht aus. Wir benötigen in Österreich entsprechende Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich innovative Unternehmen ausprobieren und versuchen können, so wie es sie z.B. in Form von regulatorischen Sandboxes im gesamten Tech- und Innovations-Bereich gibt. Im Moment ist dies nur im Finanzbereich der Fall. Cox wünscht sich hier eine sehr zeitnahe Ausweitung auch in andere Bereiche.“

Zur Personalproblematik im Digitalisierungsbereich sagt Cox: „Es muss ein Fokus auf Talente gesetzt werden. Die Kernfrage lautet: Wie können wir Talente in Österreich halten, aber auch herbekommen?“ Bei der Rot-Weiß-Rot-Karte gibt es noch immer Aufholbedarf, beispielsweise bei der Abwicklungsdauer und bei den Bewertungskriterien. Viele Startups suchen händeringend nach Talenten. „Wir müssen deswegen schon im Bildungsbereich wichtige Akzente setzen. Die Schule muss ein Ort sein, wo Talente gefördert werden, wo zum Gründen und Ausprobieren angeregt wird und darüber hinaus ein Ort, wo auch Mädchen angeregt werden, in den MINT-Bereich zu gehen.“ Neueste Studien zeigen, dass Schülerinnen oft vom Informatikstudium abgeraten wird. Dazu braucht es auch weitere Neuerungen im Ausbildungsbereich, etwa Programmieren als Lehrberuf – nicht nur E-Commerce, wie zuletzt eingeführt.

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