FPÖ-Darmann: Noch mehr Beamte sind eine untaugliche SPÖ-Antwort auf Pflege-Herausforderung

SPÖ ignoriert dringlichste Aufgabe: Pflege zuhause muss für Kärntner leistbarer werden

Klagenfurt (OTS) - „Wenn es ein Problem gibt, fällt der SPÖ Kärnten nichts anderes ein, als noch mehr Beamte als Pflegeberater einzustellen. Die Bürokratie wird noch mehr aufgebläht und für die Menschen gibt es keine zusätzliche Hilfe“. So kommentiert der Kärntner Landesparteichef Klubobmann Mag. Gernot Darmann das von LH Peter Kaiser und LH StV. Beate Prettner geplante Pflege-Konzept. Damit geht Kärnten nicht voran, sondern Kärnten ignoriert weiter die dringendsten Bedürfnisse der Menschen“, kritisiert Darmann. „Es war überflüssig, für die Vorstellung eines solchen Konzepts die SPÖ-Parteiobfrau Rendi-Wagner aus Wien herbeizuholen“, so Darmann.

„Die eine Million Euro, welche die SPÖ Kärnten in 38 zusätzliche Landesbeamte stecken will, sollte man dafür verwenden, um die Pflege zuhause billiger zu machen. Kärnten zählt zu jenen Bundesländern mit den höchsten Selbstbehalten für die mobile Pflege. Viele können sich die Leistungen, welche sie von mobilen Pflegekräften zur Bewältigung ihres Alltages benötigen, mit ihrem Pflegegeld und ihrer Pension nicht leisten. Auch die 24-Stunden-Betreuung ist, wie der Landesrechnungshof gerügt hat, häufig nicht finanzierbar. Solche Umstände zwingen Menschen dazu, ihren gewünschten Verbleib zuhause aufzugeben und die für den Steuerzahler teuerste Versorgung in einem Pflegeheim in Anspruch zu nehmen“, erklärt Darmann.

Das ist aus seiner Sicht das dringlichste Problem in der Pflege. Die SPÖ kümmere sich nicht darum. Die aufsuchende beratende Hilfe, für welche die SPÖ Dutzende neue Landesbeamte aufnehmen will, könne mit bereits bestehenden Strukturen effizienter und kostengünstiger erbracht werden. „Übertragen wir diese Aufgabe den Fachkräften der mobilen Dienste auf Honorarbasis! Es kann auch sein, dass manche Landärzte diese Aufgabe übernehmen wollen“, schlägt Darmann vor.

Er regt an, vor allem am Land Allgemeinmedizinern eine verstärkte Kooperation mit mobilen Pflegekräften anzubieten. So entstünde ein besseres Versorgungsnetz für alle Pflegebedürftigen einer Gemeinde. „Damit würden auch Landarztstellen finanziell attraktiver“, erklärt Darmann. „Leider haben Prettner und die SPÖ ein solches Projekt, das ein engagierter Hausarzt beim Gesundheitsfonds eingereicht hat, abgelehnt“, teilt Darmann mit.

Die FPÖ fordert beim Thema Pflege drei konkrete Maßnahmen in Kärnten:
Eine degressive Gestaltung des Kostenbeitrages für mobile Pflege. Er sollte mit der Höhe der Pflegestufe sinken. „Wer mehr Pflegebedarf hat, braucht mehr Unterstützung zuhause. Wenn diese zu teuer wird, bleibt nur der Weg ins Heim. Diesen Teufelskreis muss man durchbrechen“, so Darmann.
Für jeden Pflegebedürftigen sei eine ihm finanziell zumutbare Kostenhöchstgrenze zu ermitteln. „Er bekommt alle Pflegestunden, die er braucht, zahlt aber nur die Summe, die er aufgrund seines Einkommens aufbringen kann“, erläutert Darmann.
Als dritte Maßnahme sollte das Land dringend seinen Zuschuss für die 24-Stunden-Betreuung erhöhen. Auf diese Weise würde man in vielen Fällen eine Pflege zuhause möglich machen und die weit höheren Ausgaben der Steuerzahler für sonst notwendige stationäre Pflegeplätze einsparen.
Diese Schritte wären jedenfalls viel wichtiger, als 38 neue Beamte in den Landesdienst aufzunehmen“, betont Darmann abschließend.

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