Heinisch-Hosek zu Rückgang von Frauenanteil in heimischen Vorständen: Handlungsauftrag für Frauenministerin!

Frauenministerin gefragt, konkrete Maßnahmen zu setzen, um Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen

Wien (OTS/SK) - Die heute erschienene Studie von Ernst & Young zu aktuellen Entwicklungen des Frauenanteils in Führungspositionen heimischer Unternehmen zeigt zwei gegensätzliche Entwicklungen:
Während in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen der Frauenanteil von 18,8 Prozent auf 23,2 Prozent gestiegen ist, sind im Vergleich zum Vorjahr weniger Frauen in den Vorständen vertreten:
Statt 6 Prozent beträgt der Frauenanteil hier nur mehr 4,8 Prozent. „Die aktuellen Zahlen zu Frauen in Führungspositionen heimischer Unternehmen sprechen eine deutliche Sprache und sind Handlungsauftrag für die Bundesregierung“, so Frauenvorsitzende der SPÖ, Gabriele Heinisch- Hosek. „Dort, wo es Quoten gibt, gibt es auch mehr Frauen!“ ****

Im Bundesdienst gibt es für Führungspositionen schon seit Jahren eine Quote, daher sind in diesem Bereich auch besonders viele Frauen, derzeit 30 Prozent, in den höchsten Funktionen. Auf Druck der SPÖ konnte im Vorjahr auch eine Quote für Aufsichtsräte großer Unternehmen eingeführt werden – auch in diesem Bereich ist der Frauenanteil gestiegen. Für Vorstände gibt es eine derartige Regelung nicht und hier gibt es auch deutlich weniger Frauen. Nicht nur das:
Die Zahl ist im Jahresvergleich sogar deutlich zurückgegangen – nur 5 von 100 Vorstandsmitgliedern sind weiblich!

Heinisch-Hosek: „Die zahn- und mutlose Ankündigung der Frauenministerin, Gesprächsrunden zum Thema Frauenförderung führen zu wollen, wird am Rückgang der Frauen in Vorstandsetagen jedenfalls nichts ändern.“ Heinisch-Hosek weiter: „Was mehr Frauen bringen würde, ist bekannt, wird aber von ÖVP und FPÖ seit Jahren ignoriert:
Quoten. Damit werden nicht nur Frauen bewusst an der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft gehindert, sondern auch die Wirtschaft wird um bessere Ergebnisse gebracht. Die SPÖ fordert daher Quoten auch für Vorstände.“

Denn mehr Gleichstellung am Arbeitsmarkt bringt auch bessere wirtschaftliche Ergebnisse und Unternehmen mit diversen Führungsteams perfomen besser. Das gilt nicht nur für Unternehmen sondern auch gesamtwirtschaftlich. In Österreich würde laut einer Studie der Boston Consulting Group bei einer besseren Erschließung der Potenziale der Frauen die Wertschöpfung um mindestens fünf Prozent steigen. Das bedeutet eine Erhöhung von rund 17 Milliarden Euro. (Schluss) sc/mp

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