FPÖ-Koderhold: Rechnungshofkritik - viel zu wenig Betten für Krebspatienten

Rechnungshof kritisiert unzureichendes Planungskonzept beim Medizinischen Masterplan 2030

Wien (OTS) - Harsche Kritik übt der Wiener Stadtrechnungshof an der geplanten zukünftigen Versorgung von Krebspatienten. Der `Medizinische Masterplan 2030´ sieht vor, dass künftig nuklearmedizinische Therapie in KAV-Häusern nur dort vorgesehen ist, wo auch onkologische Zentren stationiert sind. Daher ist geplant, die nuklearmedizinische Einrichtung aus der Rudolfstiftung in das Kaiser Franz Josef-Spital zu verlegen, was – so der Rechnungshof – eine „Dezentralisierung“ für die Patienten bedeute. „PET wird nicht nur bei Krebs eingesetzt, sondern in steigendem Bedarf auch in der Neurologie und Kardiologie, weshalb eine zwingende Zuordnung PET zu Onkologie dem Einsatzspektrum widerspricht“, so der FPÖ-Gemeinderat und Onkologe LAbg. Dr. Günter Koderhold.

Zudem kritisiert der Rechnungshof, dass laut des Plans die Betten für diese Patienten lediglich im AKH vorgesehen seien. Aus diesen Planungsvorgaben würde sich eine Reduktion der systemisierten Betten von derzeit zwanzig auf dann lediglich sechs ergeben. Im Prüfungszeitraum betrieb das AKH acht Betten, die ständig ausgelastet waren. „Wenn man jetzt bedenkt, dass sich infolge neuer Behandlungsmethoden die Behandlungsdauer in der Zwischenzeit verlängert hat und man schon 2013 mit zwanzig Betten nicht ausgekommen ist, ist eine Reduktion auf zukünftig sechs Betten ein Irrsinn“, weiß Koderhold.

Die Schlußfolgerung des Stadtrechungshofes, dass die bisherige Planung für Patienten schlicht und einfach „nicht ausreichend“ ist und „die Erstellung eines tiefergehenden Nuklearmedizinkonzeptes geboten erscheine“, ist für die FPÖ vollinhaltlich nachvollziehbar. Die Wiener Freiheitlichen fordern daher, die Empfehlung des Stadtrechnungshofes alsbald umzusetzen und eine einer Millionenstadt wie Wien entsprechende, nachhaltige Lösung zu erarbeiten. „Wien wird bald 2 Millionen Einwohner haben, der Einsatz von PET Untersuchungen ist national und international steigend. Für alle betroffenen Patienten dieser Stadt lächerliche sechs Betten bereitstellen zu wollen, ist kein `Zukunftskonzept´, sondern ein schlechter Witz“, so Koderhold abschließend. 

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