Oö. Volksblatt: "Solidarität" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 9. Jänner 2019

Linz (OTS) - Und da ist sie wieder — diese so selbstverständlich wirkende Solidarität, wenn die Situation sie erfordert. Im Kampf gegen die Schneemassen gehen die professionellen Einsatzkräfte ebenso an und auch über ihre Kräfte wie die ehrenamtlichen Helfer. Wie es aussieht, werden sie noch Tage zupacken müssen, damit sich der Schaden für Tausende Mitbürger in Grenzen hält. Angesichts einer Entwicklung, in der der Einzelne zunehmend seine Interessen über das Gemeinwohl stellt, ist das gar keine Selbstverständlichkeit. Menschen sind zwar über die sogenannten Social Media in Kontakt, aber sozialer Kontakt sieht eigentlich anders aus.
Sozialer Kontakt heißt: Miteinander reden, miteinander lachen oder weinen, miteinander alles tun, damit jemand vor Schaden bewahrt wird. Facebook, Twitter oder Instagram räumen den Schnee nicht weg, bestenfalls können sie dazu beitragen, Helfer zu mobilisieren. Facebook, Twitter oder Instagram kochen auch nicht Tee oder bereiten heiße Suppen zu, sie versorgen keine Kranken mit Medikamenten oder reden verängstigten Kindern gut zu. Wirkliche Solidarität zeigt sich nicht im Kontakt von Account zu Account, sondern von Mensch zu Mensch. Social Media sind gut und wichtig, aber am Ende kommt es auf die Menschen an.

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