Schwere Kämpfe und Überschwemmungen in Syrien: Leben von Kindern in Gefahr

Fast 10.000 Kinder auf der Flucht nach Überschwemmungen in der Region

Das Leid der Kinder im Nordwesten Syriens hat sich durch diese jüngste Eskalation von Gewalt, durch die rauen Wetterbedingungen und die mangelnde Sicherheit verdreifacht. UNICEF ruft alle Parteien, die in der Region und anderswo in Syrien kämpfen, auf, die Kinder unter allen Umständen zu schützen und es den humanitären Helfern zu ermöglichen, Kinder und bedürftige Familien mit lebensrettenden Hilfsgütern zu erreichen
Geert Cappelaere, UNICEF Regionaldirektor für den Mittleren Osten und Nordafrika

Amman/Wien (OTS) - Kinder zahlen den höchsten Preis für die Eskalation der Gewalt im Nordwesten Syriens. UNICEF erhielt alarmierende Berichte von 80 Toten, darunter auch ein Kind. Wenn sich die Konflikte verschärfen, steigt die Zahl der vertriebenen Familien drastisch. In den meisten Fällen gibt es keine andere Zuflucht als bereits überfüllte Lager.

Am 26. Dezember kommt es zu Überschwemmungen in dem Gebiet und trifft unter anderem fast 10.000 Kinder im Norden und Nordwesten Syriens. Das Leben von Kindern, die Winterwetter und Frost ausgesetzt sind, hängt am seidenen Faden.
Die Zahl der betroffenen Kinder wird zunehmen, wenn die Kämpfe andauern. Auch weitere heftige Regenfälle sind zu erwarten. Viele der Kinder in Syrien wurden vertrieben, einige davon zum wiederholten Mal.

Das Leid der Kinder im Nordwesten Syriens hat sich durch diese jüngste Eskalation von Gewalt, durch die rauen Wetterbedingungen und die mangelnde Sicherheit verdreifacht. UNICEF ruft alle Parteien, die in der Region und anderswo in Syrien kämpfen, auf, die Kinder unter allen Umständen zu schützen und es den humanitären Helfern zu ermöglichen, Kinder und bedürftige Familien mit lebensrettenden Hilfsgütern zu erreichen, so Geert Cappelaere, UNICEF Regionaldirektor für den Mittleren Osten und Nordafrika.
 
UNICEF reagiert vor Ort weiterhin auf die steigenden Bedürfnisse von Kindern und ihren Familien. Allein gestern konnte UNICEF insgesamt 13 Lastwagen mit lebensrettenden Hilfsgütern in die Region schicken. Die Lastwagen wurden mit Winterkleidung, Plastikplanen, Heizöl, Nährstoffpulver, Energiekeksen, ORS-Mischungen (orales Dehydrationssalz) und Zelten für den Aufbau von temporären Klassenzimmern beladen. Die Partner von UNICEF überwachen auch den Gesundheits-, Ernährungs- und Sanitärbedarf, um einen Ausbruch von Krankheiten zu verhindern.
 
Für weitere Informationen in der Region:
Juliette TOUMA, UNICEF MENA, jtouma@unicef.org, +962-79-8674628

UNICEF ruft weiterhin zu Spenden auf:
Spendenkonto:
UNICEF Österreich
AT46 6000 0000 0151 6500
Stichwort: Nothilfe Syrien  

Weitere Informationen und Möglichkeit zur Online-Spende: https://unicef.at/aktuelle-hilfe/nothilfe-syrien/

Eine Auswahl von Videos und Fotos stehen Redaktionen im Rahmen der Berichterstattung zum kostenfreien Download zur Verfügung: https://weshare.unicef.org/Package/2AM4080FDL1J

Über UNICEF

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