ASFINAG: 2018 verunglückten auf Autobahnen 33 Menschen tödlich – niedrigste Zahl bisher

Ablenkung ist weiter die Hauptursache; Bewusstseinsbildung als großer Schwerpunkt 2019

Wien (OTS) - Die vorläufige Unfallbilanz 2018 der ASFINAG für die österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen weist hinsichtlich tödlicher Unfälle einen historischen Tiefststand aus: Bis Ende des Jahres verloren bei 31 Unfällen 33 Personen – und damit so wenige wie noch nie - bei Auto- oder Lkw-Fahrten ihr Leben. Im Jahr 2017 waren 54, im Jahr 2001 noch 179 Todesopfer zu beklagen. Ablenkung/Unachtsamkeit und nicht angepasster Abstand, oftmals auch in Kombination, waren dabei die Hauptursachen. Auch 2018 starb wieder eine Person, die zu Fuß (!) auf einer Autobahn unterwegs war. In der tragischen Statistik finden sich zudem leider auch immer noch Personen, welche alkoholisiert oder auch nicht angegurtet waren.

„Der Trend ist eindeutig und die Zahl der tödlichen Unfälle sinkt zwar, aber uns ist das zu wenig“, sagt ASFINAG-Verkehrssicherheitsexperte Bernhard Lautner. „Wir wollen unsere Autobahnen und Schnellstraßen noch sicherer machen, mit 500 Millionen Euro fließt fast die Hälfte aller ASFINAG-Investitionen jedes Jahr in Verkehrssicherheits-Projekte.“ Mit ausreichend Abstand, angepasstem Tempo und vor allem voller Konzentration auf die Straße sowie regelmäßigen Pausen müssen die Lenkerinnen und Lenker aber auch selbst einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, appelliert Lautner an die Eigenverantwortung im Straßenverkehr.

Unachtsam und abgelenkt, zu wenig Abstand und übermüdet

Verkehrssicherheit ist Teamwork von Straßenbetreibern, Autobauern und den Menschen hinter dem Lenkrad. Die sicherste Straßeninfrastruktur kann kein Menschenleben retten, wenn grobes Fehlverhalten oder Fahrlässigkeit zu schweren Unfällen führen. Die meisten tödlichen Unfälle waren aber auch 2018 leider wieder auf die „bekannten“ Hauptursachen zurückzuführen:

  • Durch Unachtsamkeit oder Ablenkung passierten 2018 bisher acht Unfälle, bei denen insgesamt neun Menschen ums Leben kamen, also fast als ein Drittel aller Todesopfer.
  • Zu geringer Abstand findet sich auch bei mindestens fünf tödlichen Unfällen als Ursache, gefolgt von nicht angepasster Geschwindigkeit und Übermüdung.

Viele Unfälle sind aber auf eine tödliche Kombination aus Unachtsamkeit, Übermüdung, zu hoher Geschwindigkeit und zu geringem Abstand zurückzuführen. Auffallend war 2018 erneut, dass mehr als ein Viertel der tödlichen Unfälle mit Lkw-Beteiligung war – bei acht von in Summe 31 tödlichen Unfällen waren Schwerfahrzeuge involviert oder sogar Verursacher.

Investitionen und Bewusstseinsbildung

Dass Bewusstseinsbildung wirkt und das Fahrverhalten sich dadurch ändert, zeigte die Wirkungsmessung nach der jüngsten ASFINAG-Kampagne („Hallo Leben - Ablenkung kann tödlich sein“). Die Sicherheitsinitiative „Hallo Leben“, die als positiver Appell der ASFINAG für ein sicheres Miteinander auf der Autobahn und gegen das „Risikogemisch“ Fehlverhalten/Selbstüberschätzung wirkt, bleibt aber natürlich auch 2019 ein Schwerpunkt im Verkehrssicherheitsprogramm. Für mehr Verkehrssicherheit setzt die ASFINAG zudem auf bauliche Maßnahmen, wie zum Beispiel den Bau zweiter Tunnelröhren (Gleinalmtunnel oder Tunnelkette Klaus an der A 9 Pyhrnautobahn) sowie die Erneuerung von Tunnel-Sicherheitstechnik oder die Errichtung von Rastplätzen.

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