Verabscheuungswürdiger BFA-Bescheid: Familie wird verhöhnt

Referentin Wunsch vom BFA (Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl) verweigert schwer traumatisierten Überlebenden eines Talibanüberfalls Schutz

Wien (OTS) - 2015 kam die Familie, die Unerträgliches durchmachen musste, nach Österreich und öffnete sich in der Verfahrensvorbereitung dem Verein Asyl in Not. Schwer bewaffnete Taliban haben die Familie überfallen, gefoltert, die Töchter vergewaltigt, eine erlitt sogar eine Fehlgeburt während des Überfalls. Die Überlebenden schlugen sich bis nach Österreich durch. Der Familienvater - erblindet vom Trauma - ist mittlerweile gelähmt und stumm. Eine Tochter ist an Schizophrenie erkrankt und hat bereits versucht, sich das Leben zu nehmen. 

Schlimmer als das Fluchtvorbringen ist der Umgang der Behörde mit den Schutzsuchenden. Im Bescheid wird die Familie verhöhnt. Die Vergewaltigung der Tochter sei unglaubwürdig, der Behörde sei nämlich “nicht bekannt, dass Frauen in Afghanistan lediglich Hosen tragen.” Dem einvernahmeunfähigen Vater wird vorgeworfen, nicht am Verfahren mitgewirkt, ja es nicht einmal versucht zu haben. "Die unmöglichsten Vergleiche und Herabwürdigungen werden vom BFA herangezogen, nur um ja negativ zu bescheiden. Hier steht absolutes Kalkül dahinter, es ist offensichtlich, dass die Order alle Bescheide negativ zu machen, von ganz oben kommen muss.”, so Michael Genner, Obmann von Asyl in Not.

Asyl in Not bereitet mit solidarischen Jurist_innen rechtliche Schritte gegen das BFA vor. "Wir müssen dieser unsäglichen Menschenverachtung beim BFA ein Ende bereiten. Sollte eine unserer Klient_innen sich in den nächsten Tagen das Leben nehmen, geht das auf die Kappe von Referentin Wunsch vom BFA.”, so Kübra Atasoy, Geschäftsführerin von Asyl in Not. “Wir wünschen der Referentin Wunsch nichts Gutes."

weitere Infos: http://www.asyl-in-not.org/php/bitterboeser_bfabescheid,22297,46747.html

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