VGT-Aktivist_innen in Schutzanzügen entsorgen toxischen Pelz

Wiener Innenstadt wurde in VGT-Aktion zur Gefahrzone ernannt

Pelz verursacht immer schreckiches Leid. Doch die Opfer sind nicht nur bei den Tieren zu finden. 140.000 000 Nerze, Marderhunde und Füchse werden gewaltsam umgebracht, nur um aus ihnem Fell unnötige Bekleidung herzustellen. Dabei ist es alles andere als nebensächlich, dass auch Menschen dieser Industrie zum Opfer fallen. In den Herstellungsländern wie Bangladesch oder China erleiden die minder entlohnten Arbeitskräfte schwerste Verletzungen während sie ihre Arbeit unter menschenunwürdigen Bedingungen verrichten. Die Langzeitfolgen sind oft fatal. Und auch jene, die am Ende der Produktionskette die Pelze erwerben und tragen, setzen sich einem Gesundheits-Risiko aus. Besonders unverantwortlich finde ich, dass auch Kindern diese toxische Kleidung angezogen wird, ohne deren schädliche Wirkung und tierquälerische Produktion zu bedenken.
Georg Prinz, VGT

Wien (OTS) - Entgegen vieler Behauptungen ist Pelz kein Naturprodukt. Wie mehrere Untersuchungen zeigen, enthalten fast alle Pelze Rückstände von gefährlichen Chemikalien wie Chrom und Formaldehyd. Diese gelangen bei der Produktion illegalerweise in den Wasser-Kreislauf und haben biotoxikoogische Auswirkungen auf die Gewässer und die gesamte Region. So kostet Pelz nicht nur 140 Millionen Tieren das Leben, sondern gefährdert auch Mensch und Umwelt.

Besonders in der Herbst- und Winterzeit macht der VGT immer wieder auf die schreckliche Tierquälerei, die hinter jedem Pelzbommel und -besatz steckt, aufmerksam. Doch heute war auch die toxische Wirkung von Pelz Thema einer Schwerpunkt-Aktion der Tierschutz-Aktivist_innen. Am Wiener Graben, vor dem Pelzmodegeschäft Liska, wurde eine Pop-up Quarantäne-Station eingerichtet, in der giftige und gesundheitsschädliche Pelzmäntel- und Hauben fachgerecht entkontaminiert und unschädlich gemacht wurden. Jene Aktivist_innen, die die Rolle der Pelzträger_innen übernahmen, wurden ebenfalls in Gewahrsam genommen und über die schädliche Wirkung von Pelz aufgeklärt. Ebenso aufgeklärt wurden zahlreiche schaulustige Passsant_innen, viele davon in Tier-Pelz gekleidet.

Pelz-Campaigner Georg Prinz: „Pelz verursacht immer schreckiches Leid. Doch die Opfer sind nicht nur bei den Tieren zu finden. 140.000 000 Nerze, Marderhunde und Füchse werden gewaltsam umgebracht, nur um aus ihnem Fell unnötige Bekleidung herzustellen. Dabei ist es alles andere als nebensächlich, dass auch Menschen dieser Industrie zum Opfer fallen. In den Herstellungsländern wie Bangladesch oder China erleiden die minder entlohnten Arbeitskräfte schwerste Verletzungen während sie ihre Arbeit unter menschenunwürdigen Bedingungen verrichten. Die Langzeitfolgen sind oft fatal. Und auch jene, die am Ende der Produktionskette die Pelze erwerben und tragen, setzen sich einem Gesundheits-Risiko aus. Besonders unverantwortlich finde ich, dass auch Kindern diese toxische Kleidung angezogen wird, ohne deren schädliche Wirkung und tierquälerische Produktion zu bedenken."

Wir fordern ein Import-Verbot von Pelz-Produkten nach Österreich!

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