Silvesterfeuerwerk: Schön, laut - und gefährlich (FOTO)

Wien (ots) - Knaller können bei leichtsinniger Anwendung schnell Schäden verursachen. Die DVAG erklärt, welche Versicherung wofür aufkommt und gibt Tipps für eine sichere Neujahrsfeier.

Am 31. Dezember pfeift und kracht es wieder im ganzen Land - Silvester und Feuerwerk gehören einfach zusammen. Leider entstehen dabei jedes Jahr aber auch zahlreiche Verletzungen und teure Schäden. Allein in Wien fuhren Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste über den letzten Jahreswechsel mehrere Tausend Einsätze. "Für eine sorgenlose Feier ins neue Jahr ist es deshalb ratsam, einen ausreichenden Versicherungsschutz zu haben, wie etwa eine Haftpflicht-, eine Unfall- und eine Haushalt-/Eigenheimversicherung", raten die Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG).

Private Haftpflichtversicherung

Hantiert ein Gast mit einem gezündeten Knallerkörper im Wohnzimmer, kann er damit schnell unbeabsichtigt Schäden an der Einrichtung verursachen oder sogar jemanden verletzen. Hat der leichtsinnige Besucher eine private Haftpflichtversicherung, kommt diese in der Regel für Schäden auf. Andernfalls muss der Verursacher aus eigener Tasche dafür zahlen, was nicht selten zu zusätzlichen Streitigkeiten führt. "Wichtig ist dabei zu wissen, dass die Versicherung nur zahlt, wenn nicht vorsätzlich gehandelt wurde", erklären die DVAG-Fachleute. Für Eltern minderjähriger Kinder gilt die Aufsichtspflicht: Lassen sie ihre Kinder mit Knallern unbeaufsichtigt, verletzten sie unter Umständen ihre Obsorgepflicht - und müssen selber zahlen, wenn etwas passiert.

Private Unfallversicherung

Feuerwerkskörper können schwere Brandverletzungen oder sogar dauerhafte Schäden verursachen. Eine private Unfallversicherung greift dem Betroffenen in diesem Fall unter die Arme. Mit dem Unfallkapital können z.B. der Umbau von Wohnung oder Auto sowie für Hilfsmittel und Therapien gezahlt werden, wenn diese von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen werden.

Haushaltversicherung

Auch Querschläger verursachen immer wieder teure Schäden. Fliegt eine gezündete Rakete in eine Wohnung und beschädigt Einrichtungsgegenstände wie Möbel, Teppiche oder anderes Eigentum, greift die Haushaltversicherung. Diese Police übernimmt dann im Rahmen der vereinbarten Deckungssumme die Kosten, die für Reparatur oder Neuanschaffung anfallen.

Eigenheimversicherung

Kommt es durch Feuerwerkskörper - wie etwa einen in den Dachstuhl schießenden Querschläger - sogar zu einem Brand, wodurch ganze Teile eines Hauses beschädigt werden, dann hilft eine Eigenheimversicherung. Sie übernimmt Schäden am Bau sowie an fest installierten Einrichtungen wie etwa Einbauschränken oder Markisen.

Kfz-Kaskoversicherung

Bei Schäden am Auto in der Silvesternacht kann eine Kfz-Kaskoversicherung helfen. Für Schäden wie zerbrochene Scheiben oder einen Autobrand kommt eine Teilkaskoversicherung auf. Eine Vollkaskoversicherung zahlt sogar, wenn das Auto mutwillig beschädigt wird, der Schuldige jedoch nicht ermittelt werden kann.


12 Tipps für ein sicheres Silvester


1. Feuerwerk ist nur am Silvesterabend bis zum Neujahrstag erlaubt

2. In der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen
sowie Fachwerk- und Reetdachhäusern sind Knaller verboten

3. Raketen sollten senkrecht gestartet werden - Flaschen sind dabei
gute Startrampen, insofern sie fest aufgestellt sind

4. Niemals Raketen direkt aus der Hand starten lassen

5. Feuerwerkskörper dürfen nicht blindlings oder gezielt auf andere
Menschen oder Tiere gerichtet werden

6. Kinder sollten am Silvesterabend nicht unbeaufsichtigt sein - von
zündbaren Knallern oder Raketen sollten sie ferngehalten werden

7. Explodiert ein Knaller nicht, niemals erneut zünden

8. Türen und Fenster schließen, damit nicht versehentlich Böller in
die Wohnung gelangen

9. Leicht brennbare Gegenstände sicherheitshalber über Silvester
wegräumen, um Brandrisiken zu minimieren

10. Autos nicht dort parken, wo erwartungsgemäß viele Feiernde
unterwegs sind -besser in der eigenen Garage oder einer öffentlichen
Tiefgarage

11. Knaller nicht in Jacken- oder Hosentaschen tragen

12. Auf keinen Fall Knaller selbst herstellen - das kann zu schweren
Verletzungen führen und ist dazu noch strafbar

(Quelle: DVAG)


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