Waitz/Kogler: Österreich bekommt in Katowice verdientermaßen den Award „Fossil of the Day“

Grüne: Ratspräsidentschaft hat bei wichtigen Klimathemen null Ehrgeiz an den Tag gelegt

Katowice/Straßburg/Wien (OTS) - Österreich bekommt heute, am ersten Tag der entscheidenden Woche der COP 24 in Katowice den Award „Fossil of the Day“. Hauptgrund ist der mangelnde Ehrgeiz der österreichischen Ratspräsidentschaft, die extrem klimaschädlichen Kohlesubventionen schnell und umfassend abzuschaffen. Die lasche Verhandlungsführung bei den CO2-Grenzen für PKW und die Aussagen des Vizekanzlers zu menschengemachtem Klimawandel werden ebenfalls als Begründung genannt. Der Preis wird täglich vom globalen NGO-Netzwerk Climate Action Network CAN verliehen.

Thomas Waitz, EU-Abgeordneter der Grünen: „Dass wir nun nach den USA, Brasilien und Saudi-Arabien den Preis für das Fossil des Tages bekommen, ist peinlich und bezeichnend. Seit Wochen fordern wir Grüne die österreichische Regierung auf, bei der Verhandlung der Kohlesubventionen den progressiven Ansätzen des EU-Parlaments und einiger Mitgliedsstaaten zu folgen und den Schutz unseres Planeten vor die Interessen der Kohleindustrie und der Visegradstaaten zu stellen. Die österreichische Regierung hat aber überhaupt keinen Ehrgeiz gezeigt – das ist keinesfalls mit einer ambitionierten Position der EU bei der COP24 in Katowice zu vereinbaren.“

Werner Kogler, Bundessprecher der Grünen und designierter EU-Spitzenkandidat, der ab heute, Montag, ebenfalls in Katowice ist, dazu: „Die Minimalkompromisse der österreichischen Ratspräsidentschaft bei wichtigen Klima- und Umweltthemen sind ein Zeichen einer völlig ambitionslosen Vorsitzführung. Angesichts der Warnungen der Klimaforschung und der Herausforderungen für unsere Zukunft kommt das Nicht-Handeln der türkis-blauen Regierung einer Unterlassungstäterschaft gleich. Das Tüpfelchen auf dem I ist dazu, dass wir die Klimawandelleugner nun auch in der österreichischen Regierung sitzen haben. Kurz, Köstinger, Strache und Hofer verdienen diesen Negativ-Award also durchaus“.



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