Kleinwasserkraft Österreich begrüßt EAG-Eckpunkte-Papier

Ausschreibungen für Kleinwasserkraft vom Tisch – Weitere positive Aspekte enthalten, Inhalt müssen noch ergänzt und geregelt werden!

Die Wasserkraft und insbesondere die Kleinwasserkraft erfüllt alle Voraussetzungen um gemäß EU-Beihilferichtlinien von der Ausschreibepflicht ausgenommen zu werden, da Ausschreibungen hier keinen Sinn haben. Dem hat man offenbar mit dieser Formulierung Rechnung getragen
Christoph Wagner
Dem Eigenversorgungsgrad wird eine hohe Bedeutung beigemessen. Das können wir grundsätzlich unterstützen. Die derzeitige Regelung der Ökostrompauschale widerspricht dem allerdings. Insbesondere Überschusseinspeiser werden hier massiv benachteiligt.
Paul Ablinger

Wien (OTS) - Kleinwasserkraft Österreich als Interessenvertretung der Kleinwasserkraft Branche, begrüßt das Eckpunktepapier zum Erneuerbaren Ausbaugesetz das von Bundesministerin Elisabeth Köstinger heute vorgestellt wurde! Besonders erfreut zeigt man sich, dass mit der Formulierung „wo sinnvoll durch Ausschreibungen“ offenbar Ausschreibungen zur Ermittlung von Marktprämien oder Investitionsfördersätzen vom Tisch sein dürften.

Die Wasserkraft und insbesondere die Kleinwasserkraft erfüllt alle Voraussetzungen um gemäß EU-Beihilferichtlinien von der Ausschreibepflicht ausgenommen zu werden, da Ausschreibungen hier keinen Sinn haben. Dem hat man offenbar mit dieser Formulierung Rechnung getragen.“, zeigt sich Kleinwasserkraft Österreich Präsident Christoph Wagner erfreut, der festhält, dass aus diesem Grund auch in Deutschland die Wasserkraft komplett aus Ausschreibungen ausgenommen wurde.

Gleichzeitig betont Wagner, dass die Kleinwasserkraft mit einer Annäherung an Marktverhältnisse überhaupt kein Problem habe. „Gäbe es tatsächliche Marktverhältnisse würde die Kleinwasserkraft keinen Cent Förderung benötigen!“ zeigt sich Wagner überzeugt, dass eher die konventionellen Erzeuger an den Markt herangeführt werden müssten.

Die Kleinwasserkraft ist mit ihren Eigenschaften perfekt für die neuen Verhältnisse geeignet und übernimmt auch gerne Systemverantwortung auch über Kleinwasserkraft Speicher- und Pumpspeicher. Dies sollte sich auch entsprechend im EAG widerspiegeln.

Positiv hervorgehoben werden können auch die Punkte Erneuerbare Energiegemeinschaften, die 20jährige Laufzeit der Marktprämien sowie die Beachtung der Bestandsanlagen. Aufpassen muss man hier aber bei der Bevorzugung der Revitalisierung vor Neubau. Die Nutzung bestehender Querbauwerke sollte hier jedenfalls umfasst sein. Genauso sind aber viele Kleinwasserkraftwerke ohne Weiteres mit dem guten ökologischen Zustand vereinbar. Diese sind für die Zielerreichung und die zukünftige heimische Energieversorgung unabdingbar.

In das System von Neuerrichtung und Revitalisierung muss aber unbedingt auch die ökologische Revitalisierung mit eingebunden werden. Dies führt – auf einem nachwievor massiv verzerrten Markt - zu einer Sicherung des Bestandes und weiteren ökologischen Verbesserungen. Dadurch können die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie, als auch Erneuerbaren Richtlinie miteinander vereinbart und rasch erreicht werden.

Wichtig sei auch die Regelung der Ökostrompauschale. „Dem Eigenversorgungsgrad wird eine hohe Bedeutung beigemessen. Das können wir grundsätzlich unterstützen. Die derzeitige Regelung der Ökostrompauschale widerspricht dem allerdings. Insbesondere Überschusseinspeiser werden hier massiv benachteiligt.“, so Kleinwasserkraft Österreich Geschäftsführer Paul Ablinger. „Durch die aktuelle Regelung wird es sogar unmöglich E-Ladestationen an Kraftwerken zu errichten. Das ist völlig kontraproduktiv und sollte endlich behoben werden!“, fordert der Branchenvertreter weiter. Grundsätzlich betrachtet man die Entwicklungen aber positiv und steht für weiterführende Gespräche und Lösungsentwicklungen jederzeit zur Verfügung.

Über Kleinwasserkraft Österreich

Kleinwasserkraft Österreich vertritt die Interessen der Kleinwasserkraftwerksbranche (Kleinwasserkraftbetreiber, Planer und Zulieferindustrie), ist als gemeinnütziger Verein nach dem Vereinsgesetz organisiert und finanziert sich aus den Beiträgen von rund 1.100 Mitgliedern. Wasserkraft ist aktiver Klimaschutz und das Rückgrat der erneuerbaren Stromerzeugung in Österreich.

Derzeit speisen annähernd 4.000 Kleinwasserkraftwerke ca. 6 Terrawattstunden CO2-freien Ökostrom in das öffentliche Versorgungsnetz ein. Sie decken damit mehr als 10 Prozent des österreichischen Strombedarfs und versorgen rund 1,7 Mio. Haushalte (mehr als 50 Prozent der Haushalte in Österreich) mit elektrischer Energie. Bis 2030 kann die Produktion unter entsprechenden Rahmenbedingungen um ca. 3 Terrawattstunden gesteigert werden.

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