Valentin (SPÖ) zu Marktordnung: „Wien macht Märkte für die Konsumentinnen und Konsumenten attraktiv“

Sind drei Stunden Mindestöffnungszeit im Sinne der Besucher zu viel verlangt?

Wien (OTS/SPW-K) - „In jedem Einkaufszentrum, in jeder Einkaufsstraße gibt es einheitliche Öffnungszeiten aller Geschäfte, auf die sich die Konsumentinnen und Konsumenten verlassen können. Und genau diesen Vorteil sollen auch die Besucherinnen und Besucher der Wiener Märkte haben, damit sie nicht vor verschlossenen Standln stehen, um dann erst wieder in den Supermarkt zu gehen“, sagt SPÖ-Umweltausschussvorsitzender Erich Valentin anlässlich der Diskussionen um die neue Marktordnung. „Während die Einkaufszentren und Geschäfte sogar auf noch längere Öffnungszeiten drängen, wollen manche Marktstandler nicht einmal von 15 bis 18 Uhr aufsperren, also die Mindestöffnungszeit von drei Stunden von Dienstag bis Freitag nicht einhalten“, zeigt sich Valentin fassungslos. Sich nun auf das Marktamt auszureden, das angeblich bei Reparaturen zu langsam sein, sei mehr als absurd. Nach einer Einführungsphase und vielen Gesprächen und Informationen durch das Marktamt hält sich der Großteil der Standler an die Regelungen und die Konsumenten nehmen das Angebot gut an.

Zwtl.: Breite Diskussion über ein Jahr lang – viel Handlungsspielraum für die BezirksvorsteherInnen =

Die Wiener Marktordnung ist über ein Jahr lang breit diskutiert und mit Vertretern der Wirtschaftskammer und allen BezirksvorsteherInnen intensiv besprochen worden. Sie ist seit 1. Oktober in Kraft und soll auf den Lebensmittelhandel auf den Märkten stärken. Dieser ist in den letzten Jahren ziemlich in Bedrängnis geraten. „Den BezirksvorsteherInnen wurde viel Handlungsspielraum eingeräumt, sie kennen die Gegebenheiten auf den Märkten gut. Auch die Vertreter der Wirtschaftskammer waren eingebunden und die Standlerinnen und Standler wurden von der MA59-Marktamt rechtzeitig und breit über die Neuerungen informiert“, so Valentin. Die Marktstandler zahlen darüber hinaus für ihre Stände geringe Gebühren im Vergleich zur Marktumgebung und haben auch sonst diverse Erleichterungen in den Genehmigungsprozessen wie etwa einen Erlass der Betriebsanlagengenehmigung etc. Die Schanigartengebühren seien gering und viel billiger als außerhalb des Marktgebietes. Laut gültigem Marktgebührentarif beläuft sich der Preis pro Quadratmeter und Monat am Meidlinger Markt auf 7,24 Euro, in der nahe gelegenen Meidlinger Fußgängerzone beläuft er sich auf 10 Euro.

„Als Stadt erwarten wir aufgrund der attraktiven Bedingungen, dass die Stände für die Konsumenten zu den Kernöffnungszeiten offen haben, um Märkte zu beleben. Wir wollen auch nicht, dass Stände als billige Lagerflächen genützt werden“, stellt Valentin klar.

Die zentralen Punkte der Marktordnung zur Rettung der Wiener Märkte:

  • Verpflichtende Kernöffnungszeiten:

- Seit 1. September wissen alle WienerInnen, dass zu gewissen Mindestzeiten alle Marktstandeln offen haben – das erleichtert die Einkaufsplanung:

- und zwar von Dienstag bis Freitag von 15.00 bis 18.00 Uhr und am Samstag von 8.00 bis 12.00 Uhr

  • Ausweitung der maximalen Rahmen-Öffnungszeiten:

- So darf der Lebensmittelhandel – analog zu den Supermärkten – von Montag bis Freitag bis 21 Uhr statt nur bis 19.30 Uhr und am Samstag bis 18.00 Uhr statt 17.00 Uhr geöffnet haben, mit oder ohne Nebenrechte.

- Die Gastronomiebetriebe dürfen von Montag bis Samstag bis maximal 23.00 Uhr offen haben.

- Innerhalb der Rahmenöffnungszeiten können die BezirksvorsteherInnen je nach örtlichen Gegebenheiten (AnrainerInnen, etc.) differenzieren, d.h. Bezirke haben mehr Handlungsspielraum, auf örtliche Gegebenheiten einzugehen.

  • Festlegung klarer Quoten – gemessen an verbauter Marktfläche zur Stärkung des Lebensmittelhandels
  • Rauchverbot in Innenräumen
  • Verbot von Verkauf von Käfigeiern und Tierpelzen auf Wiens Märkten

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