Schwarz: Ärztegesetz bringt neue Perspektiven für Ärzte

Novelle heute im Gesundheitsausschuss einstimmig angenommen - Moderne Notarztausbildung, Klarstellungen zum ärztlichen Beistand für Sterbende

Wien (OTS) - Das neue Ärztegesetz, das die Anstellung von Ärzten durch selbstständige Ärzte vorsieht, ermöglicht längere Ordinationszeiten für Patientinnen und Patienten und den jungen Ärzten eine Anstellung in einer Praxis. In Ordinationen soll auf diese Weise ein Arzt auf Vollzeitbasis von 40 Wochenstunden angestellt werden können; in Gruppenpraxen bis zu zwei Ärzte, und in Teilzeit sogar bis zu doppelt so viele Personen. Die Verrechnung der Leistungen mit der Sozialversicherung soll auf Basis des Gesamtvertrages oder einer Einzelvereinbarung erfolgen. Junge Ärzte können damit zu Beginn ihrer Laufbahn in einem Angestelltenverhältnis einsteigen. Damit sollen auch die Hausarztpraxen gestärkt werden, die für die wohnortnahe regionale Gesundheitsversorgung vor allem in ländlichen Gebieten enorm wichtig sind. Das erklärte heute, Dienstag, die Gesundheitssprecherin der neuen Volkspartei, Abg. Gaby Schwarz, anlässlich der Sitzung des Gesundheitsausschusses, in der das Ärztegesetz einstimmig angenommen wurde.

"Mit dieser Novelle bereiten wir zudem den Weg zu einer modernisierten Notarztausbildung", so die Mandatarin weiter. Turnusärzte dürfen nun an Einsätzen im Rahmen von organisierten Notarztdiensten, die an Krankenanstalten angebunden sind – unter Voraussetzung einer entsprechenden Ausbildung und Prüfung – auch ohne Anleitung und Aufsicht eines Notarztes eigenverantwortlich teilnehmen. "Mit dem neuen Ärztegesetz sollen in Hinkunft ausreichend klinisch gut ausgebildete Notärzte und Notärztinnen zur Verfügung stehen. Gerade bei Unfällen oder Herz-Kreislauferkrankungen ist eine rasche notärztliche Hilfe oft lebenswichtig – hier sind wir alle darauf angewiesen, dass es genügend gut ausgebildete Notärzte gibt", unterstreicht Schwarz.

Ein besonderes Anliegen ist der Gesundheitssprecherin auch die in der Novelle enthaltene Klarstellung über den ärztlichen Beistand für Sterbende, die auf einen Vorschlag des Hospiz- und Palliativforums zurückgeht, und die von Experten begrüßt werde. Dabei geht es um die Zulässigkeit von symptomatischen Therapien wie beispielsweise bei Schmerzen oder psychischen Leiden im Bereich der palliativmedizinischen Versorgung am Lebensende. Es handle sich dabei aber keineswegs eine Öffnung in Richtung "aktive Sterbehilfe" – die Verbote von Tötung auf Verlangen und Beihilfe zum Selbstmord bleiben unberührt. "Es ist dies aber ein wichtiger und positiver Schritt im Interesse von Menschen am Lebensende, um deren Leiden wirksam lindern zu können", schloss Schwarz.
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