EANS-News: Strabag SE passt Ausblick 2018 nach oben an

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  • Leistung sollte spürbar über € 15 Mrd. zu liegen kommen
  • EBIT-Marge von zumindest 3,3 % angestrebt

Gewinnprognose/Quartalsbericht

Wien - Der börsenotierte Baukonzern STRABAG SE hat den Ausblick auf das Gesamtjahr 2018 anlässlich der Veröffentlichung der Neunmonatszahlen nach oben angepasst:

"Ein dynamisches Geschäft in unserem mit Abstand größten Markt Deutschland, die weiterhin gute Nachfrage in den zentral- und osteuropäischen Ländern, ein allerorts günstiges Bauwetter und der Wegfall von Ergebnisbelastungen aus dem internationalen Geschäft kennzeichnen das bisherige Geschäftsjahr. All dies veranlasst uns dazu, unseren Ausblick auf das Gesamtjahr 2018 anzupassen: Die Leistung dürfte nun auf spürbar über EUR 15,0 Mrd. steigen, und bei der operativen EBIT-Marge wollen wir zumindest den Wert des Vorjahrs von 3,3 % erreichen. Damit stehen wir voraussichtlich erneut vor einem Rekordjahr", so Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der STRABAG SE. Er weist zudem darauf hin, dass in der operativen Marge ein nicht-operativer, einmaliger Aufwertungsgewinn im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, der sich aus der Vollkonsolidierung einer Konzessionsgesellschaft in Deutschland ergibt, nicht inkludiert ist.

Leistung und Umsatz

Die STRABAG SE erbrachte in den ersten neun Monaten 2018 eine Leistung in Höhe von EUR 11.645,81 Mio. Diese Aufwärtsbewegung um 12 % ist insbesondere durch den deutschen Hoch- und Ingenieurbau sowie durch die Märkte Americas, Österreich und Polen getrieben. Der konsolidierte Konzernumsatz stieg um 14 %.

Auftragsbestand

Der Auftragsbestand erhöhte sich gegenüber dem 30.9.2017 um 13 % auf EUR 18.161,02 Mio. Ausschlaggebend waren einmal mehr zahlreiche Großaufträge in den größten Märkten des Konzerns, allen voran in Deutschland, Polen und Ungarn. Kennzeichnend war auch die Auftragserweiterung beim Tunnelbauprojekt Alto Maipo in Chile im zweiten Quartal 2018 mit einem Volumen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Ertragslage

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte in den ersten neun Monaten 2018 um 27 % auf EUR 571,43 Mio. zu. Darin enthalten ist ein nicht-operativer, bilanzieller Einmaleffekt, der sich aus der Vollkonsolidierung der deutschen Konzessionsgesellschaft PANSUEVIA, der Betreiberin der BAB A8 in Deutschland, durch STRABAG ergibt; nach den Vorschriften des IFRS (International Financial Reporting Standards) musste der bisherige 50%-Anteil erfolgswirksam aufgewertet werden ("step-up"). Bereinigt um diesen Effekt liegt das EBITDA bei EUR 516,12 Mio. (+15 %).

Die Abschreibungen zeigten sich um 2 % niedriger, sodass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei EUR 298,89 Mio. und damit um 75 % höher zu liegen kam. Bereinigt um den eben erwähnten Einmaleffekt ergibt sich ein EBIT von EUR 243,58 Mio. und eine EBIT-Marge von 2,3 %. Auch das dritte Quartal zeigte Zunahmen beim bereinigten EBITDA (6 %) und beim bereinigten EBIT (10 %).

Das Zinsergebnis belief sich auf EUR -10,49 Mio. In den ersten neun Monaten des Vorjahrs hatte es infolge von negativen internen Wechselkursdifferenzen noch EUR -34,69 Mio. betragen; in der laufenden Periode waren dagegen positive interne Wechselkursdifferenzen zu verzeichnen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) hat sich mehr als verdoppelt, ebenso wie die Ertragsteuerbelastung. Es blieb ein um 116 % gestiegenes Ergebnis nach Steuern von EUR 187,76 Mio.

Auf die Fremdanteilseigner entfiel ein etwas höheres Ergebnis von EUR 9,43 Mio. nach EUR 4,65 Mio. Insgesamt wurde ein Konzernergebnis von EUR 178,33 Mio. erzielt, verglichen mit EUR 82,10 Mio. in demselben Zeitraum des Vorjahrs. Bei 102.600.000 ausstehenden Aktien gleicht dies einem Ergebnis je Aktie von EUR 1,74 (9M/2017: EUR 0,80).

Vermögens- und Finanzlage

Im Vergleich zum 31.12.2017 verlängerte sich die Bilanz von EUR 11,1 Mrd. auf EUR 11,5 Mrd. im Zuge der Aufstockung des Anteils an PANSUEVIA von 50 % auf 100 % und der damit einhergehenden Vollkonsolidierung. Dies erklärt auch den Anstieg der langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Prägend war außerdem die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die insbesondere durch die aus der Erstanwendung des IFRS 15 erforderliche Umgliederung von Immobilienprojektentwicklungen bedingt war. Trotz der Bilanzverlängerung blieb die Eigenkapitalquote auf einem hohen Wert von 30,3 %; zum Jahresende 2017 hatte sie 30,7 % betragen. Die Netto-Cash-Position sank, wie saisonal üblich, von EUR 1.335,04 Mio. per Jahresende 2017 auf EUR 517,00 Mio. (30.9.2017: EUR 14,62 Mio.).

Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit verschlechterte sich trotz des gestiegenen Cashflows aus dem Ergebnis von EUR -84,97 Mio. auf EUR -108,88 Mio. angesichts eines im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stärkeren Working Capital-Aufbaus. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war u. a. wegen höherer Investitionen in Sachanlagen und der PANSUEVIA-Transaktion bei EUR -472,56 Mio. um 96 % stärker negativ. Die Tilgung einer Anleihe und die Übernahme der Minderheitsanteile an der vormals in Deutschland börsenotierten Tochtergesellschaft STRABAG AG, Deutschland, prägten den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit, der einen Wert von EUR -436,64 Mio. nach EUR -198,85 Mio. in den ersten neun Monaten des Vorjahrs aufwies.

Ende der Mitteilung euro adhoc

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