BestOf18: Landjugend-Award für das Projekt "Tinkerei - Aus Oid moch Nei!"

Engagement im ländlichen Raum ausgezeichnet

Salzburg (OTS) - BestOf18 hieß es am vergangenen Wochenende im Salzburg Congress, als der begehrte Landjugend-Award für die erfolgreichsten Regional- und Landesprojekte des Jahres vergeben wurde. Mit viel Herzblut, Kreativität und Teamgeist setzten knapp 10.000 Landjugend-Mitglieder 39 Projekte zum Wohl der Allgemeinheit in rund 52.000 unentgeltlichen Arbeitsstunden um. Die Jury war von der Breite des sozialen Engagements begeistert und kürte schließlich "Tinkerei - Aus Oid moch Nei!" von der Landjugend Gmunden zum Siegerprojekt. "Die Landjugend ist in ihrer Gesamtheit ein wichtiger 'Nahversorger' im außerschulischen Bereich für die Jugend im ländlichen Raum. Sie ist aber auch für uns ein wichtiger Partner, um unsere jugendpolitischen Ziele, wie Teilhabe und Stärkung der Eigenverantwortung der Jugendlichen, zu erreichen. Dafür danke ich sehr herzlich", erklärte Bundesministerin Dr. Juliane Bogner-Strauß in einer Videobotschaft vor den rund 600 Jugendlichen, die zu dem Highlight im Landjugendjahr nach Salzburg gereist waren.

"Die Landjugend nimmt in vielerlei Hinsicht eine Vorreiterrolle ein und bietet ihren Mitgliedern unzählige Möglichkeiten, sich persönlich weiterzubilden. Gleichzeitig ist sie eine Organisation, die für Gemeinschaft, Engagement und Nachhaltigkeit steht und in der sich die Mitglieder füreinander, für den ländlichen Raum und die gesamte Gesellschaft einsetzen", betonte der Präsident der Landwirtschaftskammer (LK) Österreich, Josef Moosbrugger, in seiner Festrede. "Außerdem finde ich großartig, dass die Landjugend Österreich mit ihrem Jahresmotto 'Daheim kauf ich ein' das Bewusstsein für den Mehrwert regionaler Produkte und die Leistungen unserer Bäuerinnen und Bauern fördert."

"Unfassbar, was unsere Landjugendgruppen tagtäglich in ihren Gemeinden leisten. Als größte Jugendorganisation im ländlichen Raum sind wir stolz auf dieses Engagement und den Ideenreichtum, die hier vor den Vorhang geholt werden. Die Vielseitigkeit zeigt sich an den unterschiedlichen Projekten, die eingereicht wurden, seien es kulturelle, soziale oder handwerkliche Initiativen", betonte Landjugend-Bundesleiterin Helene Binder.

"Tinkerei - Aus Oid moch Nei!" hatte das "Upcycling" von Textilien zum Ziel. Dabei verarbeiteten die Landjugendlichen vermeintlich wertlose Stoffreste zu Taschen in den unterschiedlichsten Trachtenstilen, den sogenannten "Tinkerbags", die eine Kombination aus Tradition, Do-it-Yourself, Tracht- und Turnbeutel darstellen. Der Name "Tinkerei" stammt vom englischen Verb "to tinker" und bedeutet "etwas basteln". Mit dem Projekt gaben die Jugendlichen den Stoffresten sozusagen nicht den Rest, sondern vielmehr eine zweite Chance und setzten damit ein klares Statement gegenüber der heute vorherrschenden Wegwerfgesellschaft sowie für die Wiederbelebung des alten Nähhandwerks. In zahlreichen Workshops entstanden aus 110m2 Stoff, das ist mehr als die Fläche eines Fußball-Torraumes, 117 "Tinkerbags".

aufZAQ-Lehrgang: Zertifikate überreicht

Ein weiteres Highlight bei der BestOf-Veranstaltung war die feierliche Zertifikatsübergabe an die 17 Absolvent(inn)en der zertifizierten aufZAQ-Ausbildung für Spitzenfunktionärinnen und -funktionäre. In dem Lehrgang erhalten die Teilnehmer/-innen unter anderem wertvolles Know-how in den Bereichen Projektmanagement, Rhetorik und Präsentation.

"Daheim kauf ich ein!" - ein ständiger Begleiter

Das BestOf wurde heuer bereits zum zweiten Mal als Green Event veranstaltet und entsprach somit den konkreten Auflagen des Österreichischen Umweltzeichens. Um dies zu erfüllen wurden zum Beispiel nur die notwendigsten Unterlagen gedruckt - und das ausschließlich auf chlorfrei gebleichtem Papier. Weiters musste das Catering Nachhaltigkeitskriterien punkto Regionalität, Saisonalität und Bioqualität einhalten.

Freundlich unterstützt wurde die Veranstaltung BestOf18 vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, dem Bundesministerium für Frauen, Familien und Jugend, der Landwirtschaftskammer Österreich, dem Raiffeisen Lagerhaus, von Pöttinger Landtechnik sowie der Österreichischen Hagelversicherung. (Schluss)


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