FPÖ-Neubauer: „Südtiroler Aktivisten der 1960er Jahre endlich begnadigen“

Wien (OTS) - Anlässlich der gestern stattgefunden Neukonstituierung des Südtiroler Landtags forderte der freiheitliche Südtirol-Sprecher NAbg. Werner Neubauer einmal mehr die Begnadigung der noch lebenden Südtiroler Freiheitskämpfer der 1960er Jahre. „Es ist ein Gebot der Stunde und vor allem der Menschlichkeit, den patriotischen Kämpfern für die Heimat endlich die Möglichkeit zu gewähren, ihre letzten verbliebenen Jahre in dieser verbringen zu dürfen. Schicksale, wie jenes von Siegfried Steger, der nicht an der Beerdigung seiner Mutter teilnehmen konnte, sind grausam und unmenschlich“, so Neubauer. Er verwies auch darauf, dass der Südtiroler-Sprecher der ÖVP, Hermann Gahr, im Juni 2017 ebenfalls die Forderung nach einer Begnadigung der heute noch im Exil lebenden Freiheitskämpfer bekräftigte.

Neubauer appellierte daher an den neugewählten Südtiroler Landtag und seine Vertreter, sich bei der seit Juni dieses Jahres im Amt befindlichen italienischen Regierung für die Begnadigung einzusetzen. „Oft wurden in menschenrechtswidrigen Prozessen in Abwesenheit der Angeklagten, diese für Taten verurteilt, die sie, wie man heute nachweisen kann, gar nicht begangen haben. Es ist daher auch keine Option, wenn für eine Begnadigung dem Betroffenen eine schriftliche Erklärung abverlangt wird, dass er Taten bereuen möge, die er aber eigentlich gar nicht begangen hat. Dies käme einem Schuldeingeständnis gleich – nur ohne Schuld“, sagte Neubauer.

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