Hungerländer: Wiener Integrationspolitik ist kein Grund für Jubel

Offensichtliche Integrationsprobleme – OECD: Keine Evaluierung von „Start Wien“ – Keine Maßnahmen für zweite Generation

Wien (OTS) - „Obwohl immer mehr über die dramatischen Integrationsprobleme in Wien bekannt wird, beweihräuchert die Stadtregierung ihre Integrationspolitik. Das ist entweder Ignoranz oder Präpotenz“, zeigt sich VP-Integrationssprecherin Caroline Hungerländer verwundert. Tatsächlich ist das „Start Wien“ Programm nur mäßig erfolgreich, wie der ÖVP vorliegende Zahlen belegen. So steht etwa die Anzahl der in den vergangenen zehn Jahren ausgegebenen Bildungspässe in keinem Verhältnis zu dem im selben Zeitraum erfolgten Zuzug nach Wien. „Nur Angebote aber keine Pflichten – dieser Ansatz ist offensichtlich gescheitert“, erklärt Hungerländer.

Bei der seitens der Stadt zitierten OECD-Studie handelt es sich um eine Beschreibung der bestehenden Integrationsmaßnahmen. Das Ziel der Studie war der Vergleich unterschiedlicher Integrationspolitiken in ausgesuchten europäischen Städten. Weder definiert die Studie Parameter für gelungene Integration, noch fragt sie nach einer Kosten-Wirkung-Relation. Dafür merkt die Studie kritisch an, dass bisher keine Evaluierung des „Start Wien“ Programmes erfolgt ist.

Die Studie hält zudem fest, dass „Start Wien“ für erst seit kurzem in Wien lebende Personen offen steht. Dabei sollten besonders für die sogenannte zweite Generation Integrationsmaßnahmen geschaffen werden. „Integrationsprobleme bei der zweiten Generation von Migranten sind die große Herausforderung für Wien. Die Stadtregierung weiß bis heute keine Lösung, sondern leugnet die Probleme stattdessen“, so Hungerländer abschließend.

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