SOS Mitmensch: Anzeige gegen den Wiener FPÖ-Vizebürgermeister wegen Verhetzungsverdacht

Forderung von Nepp erinnert an Rassegesetze der Nazis

Wien (OTS) - SOS Mitmensch hat nach der Anzeige gegen die FPÖ Wien nun auch Anzeige gegen den Wiener FPÖ-Vizebürgermeister Dominik Nepp wegen des Verdachts der Verhetzung erstattet. Anlass ist eine Aussendung, in der Nepp den Ausschluss von Muslimen vom Gemeindebau fordert.

„Die Forderung von Nepp ist herabwürdigend und erinnert an die Rassegesetze der Nazis. Man braucht in seiner Aussendung nur das Wort „Muslime“ durch „Juden“ ersetzen und man erkennt sofort die Parallelen“, ist Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch, über die rassistische Aussendung des ressortlosen Vizebürgermeisters entsetzt.

In der Aussendung der FPÖ Wien fordert der Wiener FPÖ-Vizebürgermeister Dominik Nepp die Stadtregierung auf, sie solle „unverzüglich damit aufhören, muslimische Migranten mit Gemeindewohnungen zu versorgen“. Mit ihrer rassistischen Kampagne gegen Musliminnen und Muslime überschreite die Wiener FPÖ nicht nur jegliche roten Linien des Anstands, sondern betreibe Verhetzung gegen eine religiöse Minderheit, so Pollak.

„Wir erwarten uns eine klare und scharfe Verurteilung der Aussagen von Nepp durch alle demokratischen Parteien. Und wir hoffen auf eine rasche Bearbeitung der Anzeige durch Polizei und Staatsanwaltschaft, damit Verhetzung Einhalt geboten wird. Es gilt den Anfängen zu wehren“, betont Pollak.

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