Bildung braucht Freiheit!

SLÖ beschließt auf seiner Bundeshauptversammlung die Verteidigung und den Ausbau schulautonomer Rechte.

Wien (OTS) - Auf seiner Bundeshauptversammlung in Kärnten am 10. November 2018 hat der SLÖ mit dem Leitantrag „Bildung braucht Freiheit“ die Weichen für seine bildungspolitische Arbeit der nächsten Jahre gestellt. Der wieder gewählte Vorsitzende Thomas Bulant schwor die Delegierten darauf ein, die Interessenvertretung an den Schulen zu verstärken und sich für die schulautonomen und individuellen Rechte der Pädagoginnen und Pädagogen einzusetzen.

Der beschlossene Leitantrag im Detail:

„Aufgrund der seit dem Dezember 2017 erfolgten Maßnahmen des BMBWF stellt der SLÖ fest, dass die Bundesregierung die Autonomie für die Schulstandorte nicht ausgebaut, sondern zugunsten einer zentralistischen Anordnungskultur eingeschränkt hat. Gleichzeitig verstärkt die Regierung mittels organisatorischer Maßnahmen die im österreichischen Schulsystem vorhandene Zweiklassengesellschaft. Diese vor allem ideologisch motivierten Einschnitte sind begleitet von einer Geringschätzung eines über Jahrzehnte erfolgten Engagements in Schulentwicklungsprojekten und Schulversuchen, um die österreichische Schule fair, leistungsgerecht und schüler/innenzentriert zu gestalten.

Die Schulen und ihre vielfältigen Herausforderungen brauchen hingegen Anerkennung ihrer Leistungen im fairen Vergleich und die Freiheit im Sinne von Unterricht und Erziehung standortspezifisch entscheiden zu können. Der SLÖ spricht sich daher dafür aus, dass die Entscheidungsrechte von Schulpartnern erhalten und ausgebaut werden, und fordert von der Bundesregierung für unsere Schulen eine Umkehr vom bisher eingeschlagenen Weg:

  • Entscheidungsfreiheit bei der Auswahl der Leistungsbeurteilungsform in der Volksschule
  • Entscheidungsfreiheit über Differenzierungsmaßnahmen und Leistungsbeurteilungsformen in den Schulen der Sekundarstufe 1
  • Entscheidungsfreiheit, unterschiedliche Sprachfördermodelle an standortspezifische Bedingungen anpassen zu können
  • Entscheidungsfreiheit, pädagogisch notwendige Maßnahmen zur Förderung von Schüler/innen auf der Grundlage einer zusätzlichen indexbasierten Ressourcenzuteilung vornehmen zu können
  • Entscheidungsfreiheit, Stundentafeln über die derzeitigen Bandbreiten hinaus schulautonom gestalten zu können, um den Erwerb der Basiskompetenzen und individuelle Lösungen für erzieherische Problemstellungen zu ermöglichen
  • Entscheidungsfreiheit, aus externen Testverfahren auswählen zu können
  • Entscheidungsfreiheit, die schulpartnerschaftlichen Kontakte schulautonom gestalten zu können.“

Rückfragen & Kontakt:

Astrid Pany, MA
Bundessekretärin des SLÖ
Löwelstraße 18
1010 Wien
Mail: astrid.pany@sloe.at
Mobil: +4369911122808

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