Ellensohn/Grüne Wien: Neonazi-Codes als Telefondurchwahl im Hofer-Verkehrsministerium

Durchwahl 8818 im Verkehrsministerium: Wurde Herwig Götschober am 8.8. 18 Jahre alt?

Wien (OTS) - „Herwig Götschober, Social-Media-Beauftragter von Verkehrsminister Norbert Hofer, ist vielbeschäftigt“, so David Ellensohn, Klubobmann der Grünen Wien. Götschober ist nicht nur in Hofers Kabinett für Facebook, Twitter und Co verantwortlich, sondern ist auch „Schriftwart“ jenes Vereins, der den rechtsextremen FPÖ-Akademikerball organisiert. Weiters ist er FPÖ-Bezirksrat im 2. Bezirk, war stv. Sprecher der Deutschen Burschenschaft, Schriftwart des Österreichischen Pennäler Rings sowie Obmann der schlagenden Burschenschaft Bruna-Sudetia. In deren Liederbuch finden sich widerwärtige antisemitische Texte, weswegen die Staatsanwaltschaft wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung ermittelte.

Wenn Herr Göttschober nicht gerade urlaubt, den Akademikerball organisiert oder eine Mensur schlägt, ist er im Ministerium telefonisch erreichbar. „Ellensohn: „Wer ihn anrufen möchte, wählt 71162 - 65 für das Verkehrsministerium, dann die Durchwahl 8818.“

Ellensohn erläutert: „Der Code 88/18 ist in Neonazikreisen sehr beliebt. 88 steht für „Heil Hitler“ (H = 8. Buchstabe des Alphabets), 18 (= AH) ist die Abkürzung für Adolf Hitler.“ Ellensohn weiter: „In Österreich sind diese Neonazi-Codes seit Jahren etwa als Wunschkennzeichen auf Autos verboten. Als Telefon-Klappenendungen in österreichischen Ministerien sind sie neu. Ein Blick auf die anderen Nummern der Abteilung zeigt, dass die Durchwahl 8818 kein Zufall war: Der in rechtsextremen Kreisen auch nicht unbekannte René Schimanek hat die unverfängliche Klappenendung 8100, zwei weitere KollegInnen 8121 bzw 8111. Nur Herr Götschober ist unter 8818 erreichbar.“

Ellensohns Schlussfolgerung: „Dass Götschober gerade am 8. August 18 Jahre alt wurde und sich deswegen diese Durchwahl gewünscht hat, ist ziemlich unwahrscheinlich. Ich halte es – auch angesichts der Reichspogromnacht vor 80 Jahren - für unerträglich, dass in Ministerien der Republik Österreich Neonazi-Codes verwendet werden. Niemals vergessen!“

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