Strasser/Linder: Hilfe für dürregeschädigte Bauern wird ausgebaut

Weiteres Maßnahmenpaket, um Folgen der Klimaveränderung für die Land- und Forstwirtschaft abzufedern

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Trockenheit und Dürre, dadurch bedingter Schädlingsbefall und andere Auswirkungen des Klimawandels haben viele Land- und Forstwirte in eine existenzielle Notlage gebracht. Allein im Bereich Grünland und Acker werden die Schäden für heuer auf 200 bis 300 Millionen Euro geschätzt. Um die schlimmsten wirtschaftlichen Folgen abzufedern, wurde über Initiative der Regierungsparteien in der letzten Nationalratssitzung ein 60-Millionen-Hilfspaket auf den Weg gebracht. „Wir sind das den Bauern schuldig, denn sie leben mit und von der Natur und sind daher auch von den Folgen des Klimawandels am stärksten betroffen – ohne im geringsten Verursacher dieser Entwicklung zu sein“, erklärten dazu heute, Montag, die Agrarsprecher von ÖVP und FPÖ, die Abgeordneten Georg Strasser und Maximilian Linder.

In einem ersten Maßnahmenpaket im Frühjahr wurden unter anderem Erleichterungen für einen verbesserten Versicherungsschutz beschlossen, und die Versicherungssteuer wird bei allen Elementarrisikoversicherungen von elf auf 0,02 Prozent gesenkt.

Nunmehr wird auch die Prämienunterstützung für diese Elementarrisikoversicherungen von 50 auf 55 Prozent angehoben. Weiters können sich Bäuerinnen und Bauern künftig – ebenfalls mit einer Prämienunterstützung von 55 Prozent – gegen den Ausfall von Tieren versichern.

Neben Erleichterungen bei Agrarinvestitionskrediten und einer Agrarsonderkreditaktion „Trockenheit“ wird es als weitere wichtige Maßnahme auch 20 Millionen an Direktbeihilfen für von Trockenheit betroffene tierhaltende Betriebe geben. Diese Direktbeihilfen werden vorrangig Betrieben in Grünland dominierten Regionen zugutekommen, denen der Verlust ihrer wirtschaftlichen Grundlage drohte.

„Dieses Bündel an Maßnahmen war notwendig, um den ärgsten Druck von den Bäuerinnen und Bauern in den von der Dürre und von sonstigen Folgen des Klimawandels hauptbetroffenen Gebieten zu nehmen. Die Bauern kämpfen an vielen Fronten gegen diesen Klimawandel, sie pflegen die Landschaft und versuchen auch mit CO2-neutraler Energieerzeugung dem Treibhauseffekt entgegen zu wirken. Die nunmehr beschlossenen Hilfen sollen ihnen zeigen, dass die Gesellschaft sie nicht allein lässt und sie bei ihren Bemühungen möglichst nicht nachlassen mögen“, so ÖVP-Agrarsprecher NAbg. Georg Strasser.

„Aufgrund der außerordentlichen Trockenheit und der damit verbundenen Krise für die Landwirte, war es zwingend notwendig, eine schnelle und unbürokratische Hilfe zu ermöglichen. Im Gegensatz zur Vorgängerkoalition sind sich jetzt beide Koalitionspartner, FPÖ und ÖVP, ihrer Verpflichtung gegenüber den Landwirten in Krisensituationen bewusst. Gemeinsam werden sinnvolle Maßnahmen im Sinne unserer Bäuerinnen und Bauern beschlossen und umgesetzt. Das nun geschnürte Hilfspaket ist ein weiteres wichtiges Signal an die Landwirte. Diese Bundesregierung nimmt deren Bedürfnisse ernst und schätzt deren Arbeit. Wir lassen Österreichs Landwirte mit ihren Sorgen nicht alleine“, erklärte der FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Maximilian Linder.
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