Grünalternative Jugend fordert Verlegung des Nationalfeiertags auf den 8. Mai

Fordern Bundesheer zu „mehr Zurückhaltung“ auf

Wien (OTS) - „Der 26. Oktober ist das Symbol dafür, dass sich der Gründungsgedanke der 2. Republik auf das „Ende der Besatzung durch die Alliierten“ bezieht, und nicht auf das Ende der Herrschaft der Nationalsozialisten zehn Jahre zuvor. Wer Österreichs Nazi-Vergangenheit wirklich ernsthaft aufarbeiten möchte, muss daher auch diesen „Gründungsmythos 1955“ aufarbeiten. Die FPÖ hätte als derzeitige Regierungspartei jetzt die Chance, sich erstmalig klar von der Nazi-Diktatur in Österreich zu distanzieren und dementsprechend die Verlegung des Nationalfeiertags vom 26. Oktober zu unterstützen.“, so Philipp Eikenberg, Sprecher der Jugendorganisation.

„Wir schlagen daher vor, die einseitige Selbstverherrlichung zu beenden und endlich einen staatlichen Feiertag am 8. Mai einzuführen. Dieser könnte den 26. Oktober ersetzen und wäre viel besser geeignet, die Sehnsucht nach der Befreiung des Menschen zu feiern.“, so Eikenberg weiter. Am 8. Mai 1945 kapitulierten die Nationalsozialisten vor der Roten Armee. „Der 8. Mai ist die Grundlage für die Freiheit von deutsch-völkischer Herrschaft und nationalsozialistischem Massenmord, die den späteren Ausspruch Figls „Österreich ist frei!“ überhaupt erst möglich machte“, so Eikenberg.

Wohin die nationale Selbstverherrlichung führen kann, wird jedes Jahr am Wiener „Heldenplatz“ deutlich. Jedes Jahr findet dort eine Militärschau statt, auf der Panzer-Luftballons an Kinder verteilt werden. „Wir fragen: Warum versucht das Bundesheer jedes Jahr, Kindern einzureden, dass Kriegswaffen Spielzeuge seien? Wir fordern dringend mehr Zurückhaltung seitens des Bundesheeres, das eigentlich dem Auftrag der Friedenssicherung nachkommen sollte, statt Panzer, Krieg und Militär zu verharmlosen und Kinder zu indoktrinieren“, so Eikenberg abschließend.

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