Bürgermeister Ludwig und BV Figl enthüllen Wolfgang-Schmitz-Promenade

Stadt benennt Verkehrsfläche zu Ehren von Wolfgang Schmitz, ehemaliger Finanzminister und Präsident der Österreichischen Nationalbank

Wien (OTS/RK) - Heute, Donnerstag, haben Bürgermeister Michael Ludwig und der Bezirvorsteher der Inneren Stadt, Markus Figl, den Abschnitt der Donaukanal-Promenade zwischen Marienbrücke und Radetzkybrücke nach Wolfgang Schmitz benannt. Bei der feierlichen Präsentation der Namenstafel waren auch der ehemalige Präsident der Österreichischen Nationalbank, Claus Raidl, der Herausgeber der Wochenzeitschrift "Die Furche", Wilfried Stadler, sowie Angehörige der Familie Schmitz zugegen. Die Umbenennung passierte auf Initiative der Bezirks-ÖVP und wurde im Bezirksparlament beschlossen.

Ludwig sagte bei der Enthüllung: „Wolfgang Schmitz und seine Familie mussten die Gräuel des Nationalsozialismus am eigenen Leib erleben. Zeit seines Lebens hat sich Schmitz gegen Faschismus und Antisemitismus gewandt und war glühender Republikaner. Er war ein bekennender Verfechter der Sozialpartnerschaft, weil er erkannte, wie wichtig sie für die Demokratie ist. Auch ich weiß um ihre große Bedeutung. Genauso wie Schmitz setze ich mich für eine starke Sozialpartnerschaft ein, nicht nur in Wien, sondern im ganzen Land."

"Wolfgang Schmitz war ein großer Österreicher, dessen politisches Leben ganz seinem Engagement für die Gesellschaft gewidmet war. Mit seinem Wirken im Wirtschafts- und Finanzbereich hat er sich über die Parteigrenzen hinweg große Anerkennung erworben. Er war eng verbunden mit dem Ersten Bezirk. Die Innere Stadt ehrt daher mit der heutigen Benennung mit Freude sein Andenken", sagte Bezirksvorsteher Figl.

"Wolfgang Schmitz war ein liebevoller, unternehmungslustiger und toleranter Vater. Trotz seiner zahlreichen Aufgaben nahm er sich stets viel Zeit für uns. Die Familie Schmitz dankt dem Bezirksvorsteher, dem Bürgermeister und allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben", sagte Stefan Schmitz, Sohn von Wolfgang Schmitz.

"Wolfgang Schmitz leistete als Finanzminister und Präsident der Österreichischen Nationalbank einen entscheidenden Beitrag zur österreichischen Wirtschafts- und Sozialpolitik. So sorgte er nach dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems für die Neuorientierung der Geld- und Wechselkurspolitik und schuf die Grundlage für die Hartwährungspolitik. Danke an Bezirk und Stadt für diese Benennung", so Claus Raidl.

"Wolfgang Schmitz übte über 27 Jahre lang mit großem Engagement seine Aufgabe als Mit-Herausgeber der 'Furche' aus. Er verdient es sich mit seiner Lebensleistung, ab dem heutigen Tag zu einem Teil der lebendigen Geschichte Wiens geworden zu sein", so Wilfried Stadler, Herausgeber der "Furche".

Über Wolfgang Schmitz

Dr. Wolfgang Schmitz (1923 – 2008) war von 1964 bis 1968 österreichischer Finanzminister und anschließend bis 1973 Präsident der Österreichischen Nationalbank. Er engagierte sich sein Leben lang in der Sozialpartnerschaft und war Herausgeber mehrerer Printmedien, unter anderem der "Furche". Dadurch hatte er seinen Lebensarbeitsplatz im Ersten Bezirk und war diesem besonders verbunden.

Weitere Informationen erteilt das Büro der Bezirksvorstehung für den ersten Bezirk, Tel.: 01/4000-01111 bzw. E-Mail:
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