BV Reiter zu Josef-Strauss Park: „Keine nennenswerten Delikte vorgekommen“

Wien (OTS) - Der Neubauer Bezirksvorsteher Markus Reiter erneuert seine Aussagen, die er gestern im ORF-Beitrag „Thema“ anlässlich der intensivn Kontrolle von vorwiegend schwarzen Rappern im Josef-Strauss-Park durch die Polizei getätigt hat. „Meine Aussagen im ORF-Bericht bezogen sich auf Informationen des Bezirkskoordinators der Polizei. Auf explizite Nachfrage wurde seitens der Polizei bestätigt, dass im Josef-Strauss-Park keine nennenswerten Delikte vorgefallen sind, die eine solche Kontrolle gerechtfertigt hätten“, so Reiter.

„Der Park war von April bis Anfang September wegen Umbauarbeiten geschlossen. Schon allein deshalb kann es in diesem Zeitraum im Park selbst keine Delikte gegeben haben. Seit Wiedereröffnung befinde ich mich im ständigen Kontakt mit den dort ansässigen AnrainerInnen und war auch mehrfach selbst vor Ort“, so Reiter.

Eine schriftliche Liste der seitens der Polizeipressestelle genannten Delikte wurde trotz mehrfacher Urgenz nicht an den Bezirk übermittelt. Zuletzt in der gestrigen Quartalsbesprechung zur Kriminalitätslage im PK 08 (7.,8.,9.Bezirk) wurde lediglich auf die Polizeipressestelle verwiesen, die dem Bezirk Neubau bislang keine schriftliche Information darüber zukommen hat lassen.

Die Büsche, auf die sich die Polizei in ihrem Statement bezieht, wurden im Zuge der Neugestaltung entfernt, die Beleuchtung wurde verbessert und der Kinderspielbereich vergrößert. Zwischen März und September ist der Park von 22:15 und 07:20 Uhr gesperrt, im Zeitraum Oktober bis März zwischen 19:15 Uhr und 07:20 Uhr geschlossen.

„Die Neugestaltung des Josef-Strauss Parks wurde unter intensiver Beteiligung der AnrainerInnen vorgenommen und der Park ist seit Wiedereröffnung bei der Bevölkerung sehr beliebt“, so Reiter.

Die Sicherheitssprecherin der Grünen Wien, Birgit Hebein, ergänzt: „Die Polizeiführung wäre gut beraten, die Problematik des Ethnic Profiling ernstzunehmen. Bereits die Studie der Europäischen Grundrechteagentur vermittelt Handlungsbedarf: In Österreich haben Menschen mit schwarzer Hautfarbe besonders schlechte Erfahrungen mit diskriminierenden Personenkontrollen. Darüber hinaus darf nicht vergessen werden, dass allein der Anschein eines willkürlichen Vorgehens das Vertrauen in die Polizei belastet. Die Polizei sollte sich dringendst um das "Sicherheitsgefühl" aller Menschen in Wien kümmern, ungeachtet ethnischer Merkmale. Das ist auch im Interesse vieler PolizistInnen, die ihre Arbeit ernst nehmen und sich einfach nur eine einfache Entschuldigung der Polizeiführung gewünscht hätten."

Rückfragen & Kontakt:

Kommunikation Grüne Wien
(+43-1) 4000 - 81814
presse.wien@gruene.at
http://wien.gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0001