KAICIID Direktorium verurteilt jede Form von Gewalt

Das Direktorium des Internationalen Dialogzentrums (KAICIID), das am Freitag in Wien zusammenkam, drückt seine Besorgnis über die jüngsten Ereignisse in Istanbul aus.

Wien (OTS) - Am 19. Oktober traf sich in Wien das multireligiöse Direktorium des internationalen Dialogzentrums KAICIID zu seiner 19. ordentlichen Sitzung. Das Direktorium, das aus neun Vertretern von fünf großen Weltreligionen besteht, erklärte am Ende seiner Zusammenkunft: „Wir sind über die Nachrichten zu den jüngsten Ereignissen im Konsulat des Königreichs Saudi Arabien in Istanbul sehr besorgt. Den Medien haben wir entnommen, dass eine Ermittlung eingeleitet wurde. Wir hoffen, dass eine transparente Untersuchung die Wahrheit ans Licht bringen wird und dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Wir sprechen der Familie und den Freunden von Jamal Khashoggi unser tief empfundenes Beileid aus. Neuerlich unterstreichen wir, dass KAICIID jede Form der Gewalt verurteilt.“

KAICIID steht unter der Leitung des multireligiösen Direktoriums, welches die Aktivitäten des Zentrums verantwortet und steuert. In seiner Sitzung blickte das Direktorium auf die Leistungen des Dialogzentrumsim vergangenen Jahr zurück, wie zum Beispiel folgende:

Plattform für jüdisch-muslimischen Dialog in 18 Ländern

KAICIID richtete eine Plattform für den Dialog zwischen den jüdischen und muslimischen Gemeinden in Europa ein. Das Führungsgremium „Muslim-Jewish Leadership Council“ (MJLC) bringt Würdenträger beider Gemeinden aus 18 europäischen Ländern innerhalb und außerhalb der EU zusammen. Das MJLC widmet sich dem dringenden Anliegen, Religionen und religiöse Menschen im heutigen Europa von Vorurteilen, falschen Behauptungen, Angriffen und Gewalt zu befreien. Den Vorsitz im Rat führen der Moskauer Oberrabbiner Rabbi Pinchas Goldschmidt und Mufti Nedzad Grabus aus Slowenien. Zuletzt kam das MJLC in Amsterdam unter der Schirmherrschaft von Mairead McGuinness, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, zusammen.

Christlich-muslimische Plattform in der arabischen Welt

Für den Dialog und die Zusammenarbeit in der arabischen Welt startete KAICIID eine Plattform, in deren Rahmen christliche und muslimische Religionsinstitutionen bei gemeinsamen Initiativen zusammenarbeiten können. Die Plattform wurde auf einer Konferenz im Februar 2018 in Wien ins Leben gerufen, auf der über 200 führende Persönlichkeiten aus christlichen und muslimischen Gemeinden des Nahen und Mittleren Ostens zusammenkamen.

Konfliktmediation durch interreligiöse Plattform in Nigeria

Die von KAICIID unterstützte interreligiöse Plattform in Nigeria führte christliche und muslimische religiöse Würdenträger auf eine gemeinsame Mission in die von Gewalt betroffenen Gebiete des Landes. Die dort kürzlich zwischen Bauern und Hirten aufgeflammten Konflikte vertrieben zahlreiche Menschen aus ihren angestammten Gebieten. Die christlichen und muslimischen Mitglieder der Plattform trafen mit diesen Menschen sowie mit lokalen politischen und religiösen Führern zusammen. Dabei setzten sie sich dafür ein, dass statt Rache oder Vergeltung für Gewalt an der Entschärfung des Konflikts gearbeitet wird.

Laufende Zusammenarbeit mit UNO, OSZE und EU

KAICIID arbeitet laufend mit Organisationen der Vereinten Nationen wie UNDP, UNESCO, UNFPA oder UNICEF zusammen. Darüber hinaus kooperiert KAICIID mit internationalen Organisationen wie der Afrikanischen Union, der Europäischen Union, der Grundrechteagentur und der OSZE. Durch die Zusammenarbeit mit diesen Organisationen will das Dialogzentrum sicherstellen, dass Religionsgemeinschaften in den Dialog über politische Lösungen für globale Herausforderungen einbezogen werden.

Weitere Informationen über die Aktivitäten und Leistungen von KAICIID:

https://www.kaiciid.org/de/was-wir-machen

Zum Direktorium von KAICIID:

Das internationale Dialogzentrum KAICIID wird von einem multireligiösen Direktorium geleitet, dem Vertreter von fünf großen Weltreligionen angehören – Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum. Die Direktoriumsmitglieder sind: Dr. Hamad Al-Majed, Dr. Kezevino Aram, Seine Exzellenz Bischof Miguel Ayuso, Seine Eminenz Metropolit Emmanuel, Pastorin Kosho Niwano, Seine Tugend Scheich ul-Islam A. Pashazade, Pastor Mark Poulson, Oberrabbiner Rabbi David Rosen und Dr. Mohammad Sammak. Die Mitwirkung dieser religiösen Würdenträger und Experten garantiert die Unabhängigkeit und Objektivität des Dialogzentrums.

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