Equal pay day: Grüne fordern von Regierung sofortigen Maßnahmenplan

Dziedzic: Österreichs Frauen hinken bei Lohn weiter um 10.172 Euro nach

Wien (OTS) - "Österreich hat den beschämenden zweithöchsten Wert hinter Estland, was den Gender Pay Gap betrifft. Hierzulande bekommen Frauen im EU-Vergleich um 22,9 Prozent weniger als Männer bezahlt", zeigt die Grüne Bundesrätin Ewa Dziedzic, Sprecherin der Grünen Frauen Österreich, auf. "Das ist ein Armutszeugnis für eines der reichsten Länder Europas und der Welt. Bereits im Sommer hat der Rechnungshof steuerliche Maßnahmen empfohlen, die Nachteile abbauen und positive Erwerbsanreize für Frauen setzen sollen", erinnert Dziedzic.

"Angesichts der Tatsache, dass eine halbe Million Menschen erst vor kurzem das Frauen-Volksbegehren unterschrieben haben, müsse endlich etwas getan werden, zumindest diesen Einkommensunterschied aufzuheben", fordert die Grüne und zählt die Unterschiede in den einzelnen Branchen auf: "Frauen in der Immobilienbranche bekommen um 30 Prozent weniger Einkommen, in der Chemischen Industrie um 19 Prozent, im frauendominierten Gesundheitswesen um 21 Prozent und im männerdominierten Maschinenbau um 26 Prozent weniger. Selbst in der generell schlecht bezahlten Gastronomiebranche beträgt die Lohndifferenz noch 11 Prozent."

Für Dziedzic liegen die dringendsten Maßnahmen auf der Hand: "Wir brauchen endlich einen gesetzlichen Mindestlohn, die Aufwertung von typischen Frauenberufen - etwa im Gesundheits- und Pflegebereich -und natürlich mehr Transparenz bei den Einkommensberichten. Die Regierung und allen voran die ÖVP-Frauenministerin darf nicht länger untätig bleiben und ignorieren, dass Frauen im Jahr 2018 noch immer weniger verdienen als Männer."

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