Scheinselbstständigkeit, Pseudo-Praktika, Befristung: Die neue ArbeiterInnenklasse

Das Buch "Die neue ArbeiterInnenklasse" gibt Einblick in das Leben von Menschen in prekären Verhältnissen.

  • Angetrieben durch die trügerische Hoffnung vieler Beschäftigter, sich durch einen miesen Job später einen guten verdienen zu können, hat sich unter der Decke des Schweigens prekäre Arbeit auch in Österreich leise, schleichend zum Problem entwickelt.
    Veronika Bohrn Mena
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  • Der unbefristete Vollzeitarbeitsplatz ist begehrter denn je geworden, während zunehmend weniger Beschäftigte davon profitieren.
    Veronika Bohrn Mena
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Wien (OTS) - Schleichend hat sich atypische Beschäftigung in Österreich zum Problem entwickelt. Der Anteil "atypischer Beschäftigung" ist alleine seit 2008 um 29 % gestiegen, wobei Frauen stärker betroffen sind als Männer. Gute Bildung oder Fleiß sind heute kein Garant mehr für ein ausreichendes Einkommen.

„Angetrieben durch die trügerische Hoffnung vieler Beschäftigter, sich durch einen miesen Job später einen guten verdienen zu können, hat sich unter der Decke des Schweigens prekäre Arbeit auch in Österreich leise, schleichend zum Problem entwickelt.“

Die Arbeitswelt wird zunehmend durch Angst und Unsicherheit geprägt. Das Damoklesschwert der drohenden Arbeitslosigkeit (mehr als 10 % der Beschäftigten befürchten, dass sie innerhalb der nächsten sechs Monate ihren Arbeitsplatz verlieren werden) setzt Beschäftigte mehr und mehr unter Konkurrenzdruck. In Betrieben ist Ellenbogentechnik an der Tagesordnung. Ebenso wie der permanente Stress, ein noch qualifizierterer und trotzdem entspannter „Wunderwuzzi“ sein zu müssen!

„Der unbefristete Vollzeitarbeitsplatz ist begehrter denn je geworden, während zunehmend weniger Beschäftigte davon profitieren.“

In dem aufrüttelnden Buch "Die neue ArbeiterInnenklasse" berichten betroffene ArbeitnehmerInnen von ihrem Leid mit miesen Jobs und prekären Arbeitsbedingungen. Mit ihrer Hilfe und durch sie zeigt die Autorin einfühlsam auf, was Hungerlöhne, fehlender rechtlicher Schutz und mangelnde soziale Absicherung für die Betroffenen und ihre Angehörigen tagtäglich bedeuten.


Die Autorin Veronika Bohrn Mena

Veronika Bohrn Mena ist in der Interessenvertretung der Gewerkschaft GPA-djp mit dem Schwerpunkt atypische Beschäftigung tätig. Sie war zuvor Vorsitzende der Plattform Generation Praktikum.


Das Buch

Die neue ArbeiterInnenklasse
Menschen in prekären Verhältnissen
Veronika Bohrn Mena
206 Seiten / ÖGB-Verlag 2018 / 19,90 Euro
ISBN 978-3-99046-325-3

Interessierten Medien & JournalistInnen stellen wir gerne kostenfreie Rezensionsexemplare zur Verfügung!


"Die neue ArbeiterInnenklasse" mit AK-Präsidentin Anderl, ÖGB-Präsident Katzian, Diakonie-Direktorin Moser und Autorin Bohrn Mena

BUCHPRÄSENTATION UND PODIUMSDISKUSSION MIT:
- AK Präsidentin Renate Anderl
- ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian
- Autorin Veronika Bohrn Mena
- Maria Katharina Moser, Direktorin Diakonie Österreich
Moderation: Nina Horaczek, Chefreporterin Stadtzeitung Falter

Datum: 08.11.2018, 18:00 - 19:30 Uhr

Ort: Arbeiterkammer Wien, AK Bibliothek
Prinz Eugen Straße 20-22, 1040 Wien, Österreich

Url: https://www.facebook.com/events/852196111571293/?active_tab=about

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