Kopf: Inhaberaktien künftig auch für kleinere und mittlere Gesellschaften möglich

Stärkung des „Dritten Marktes“ erleichtert Kapitalbeschaffung für KMUs

Wien (OTS) - „Gesellschaften, deren Aktien nicht an der Börse, sondern über ein multilaterales Handelssystem gehandelt werden, wird künftig die Verwendung von Inhaberaktien erlaubt. Das stärkt den sogenannten ‚Dritten Markt‘ an der Wiener Börse entscheidend, erleichtert vor allem aber die Kapitalbeschaffung für kleinere und mittlere AGs“, erklärt ÖVP- Finanzsprecher Abg. Karlheinz Kopf zur Änderung des Aktiengesetzes, die heute, Freitag, den Finanzausschuss des Nationalrats passiert hat. Die Ausgabe von Inhaberaktien, die bisher an die Börsenotierung gebunden war, werde damit auch kleinen und mittleren Gesellschaften ermöglicht, denen ein Listing an der Börse organisatorisch und finanziell zu aufwändig wäre.

„Diese Öffnung des „Dritten Marktes“ für kleinere und mittlere Gesellschaften, bedeutet einen wirtschaftspolitischen Meilenstein für Österreich, denn dadurch erhalten heimische Startups und Nischenplayer, darunter einige Weltmarktführer, endlich Zugang zur Börse. Das ist nicht nur im Sinne dieser Unternehmen, sondern auch für die Sicherung der Arbeitsplätze in Österreich äußerst wichtig“, so der ÖVP-Finanzsprecher.

„Die neue Regelung bedeutet eine behutsame Weiterentwicklung des Gesellschaftsrechts, die KMUs einen deutlich besseren Zugang zum Kapitalmarkt und zur besseren Finanzierung von Investitionen und Projekten ermöglicht, ohne das geltende hohe Niveau an Beteiligungstransparenz abzusenken“, so Kopf weiter. Die Namensaktie werde nämlich weiter der gesetzliche Standardfall bleiben, die Ausgabe von Inhaberaktien weiter nur in gesetzlich genau determinierten Fällen zulässig sein.

„Ob eine AG berechtigt ist, mit Inhaberaktien zu operieren, ist vom Firmenbuchgericht zu prüfen und hängt davon ab, ob die Gesellschaft börsenotiert bzw. in ein multilaterales Handelssystem einbezogen ist, oder die Satzung eine solche Absicht beinhaltet. Auch bleibt die Ausgabe von Inhaberaktien weiterhin daran gebunden, dass diese Aktien in Sammelurkunden verbrieft und bei einer Wertpapiersammelbank hinterlegt werden. Damit ist jede Transaktion über die Depotkette lückenlos nachvollziehbar und die Inhaberaktie keinesfalls mehr zu unkontrollierter Vermögensübertragung geeignet bzw. missbrauchbar“, so ÖVP-Finanzsprecher Kopf abschließend.

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