Oö. Volksblatt: "Bühne Hohes Haus" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 19. Oktober 2018

Linz (OTS) - Ein österreichischer Grünlandbauer oder ein Landwirt, der in ziemlicher Un-Gunstlage seine Alm bewirtschaftet oder ein dritter, der dafür sorgt, dass der Wald seiner vielfältigen Schutzfunktion gerecht wird, hat sich vermutlich die Augen gerieben, als ein SPÖ-Mandatar in der gestrigen Nationalratssondersitzung gemeint hat, Österreich brauche einen „Umstieg auf eine umweltfreundliche Landwirtschaft“. Andererseits: Die Landwirte werden ohnehin an ihrem Arbeitsplatz gewesen sein und der TV-Übertragung der von der Liste Pilz beantragten Sondersitzung die kalte Schulter gezeigt haben.
Überhaupt muss sich die immer noch nicht neu benannte Ansammlung versprengter Ex-Mandatare anderer Parteien fragen lassen, warum ausgerechnet mit einer Sondersitzung zum Klima- und Umweltschutz der Umwelt ein Fußtritt versetzt wurde. 183 Abgeordnete dafür zusammenzutrommeln, dass man sich ein grünes Mäntelchen umhängen kann, macht jedenfalls ökologisch keinen schlanken Fuß. Eine Aktuelle Stunde in der nächsten regulären Sitzung hätte dem Thema auch Genüge getan — was freilich auch für die heutige Neos-Sondersitzung zu den Grenzkontrollen gilt. Man darf schon gespannt sein, wie die SPÖ das Hohe Haus als Bühne für ihre neue Vorsitzende bespielen wird.

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