Verteidigungsminister Kunasek trifft griechischen Amtskollegen Kammenos

Minister besprechen die strategische Lage im Mittelmeerraum und den EU-Außengrenzschutz – Zusammenarbeit wichtiger denn je

Wien (OTS) - Heute, Donnerstag den 18. Oktober, stattete Verteidigungsminister Mario Kunasek seinem griechischen Amtskollegen Panos Kammenos einen Arbeitsbesuch in Athen ab. Themen des Gesprächs waren unter anderem die österreichische EU-Ratspräsidentschaft, der Schutz der europäischen Außengrenze sowie die strategische Lage am Westbalkan und im Mittelmeerraum.

Verteidigungsminister Kunasek betonte bei diesem Treffen insbesondere die Notwendigkeit eines gemeinsamen, funktionierenden, europäischen Außengrenzschutzes. In diesem Zusammenhang erörterten Kunasek und Kammenos den Vorschlag der EU-Ratspräsidentschaft, ein Assistenzmodell zur zivil-militärischen Zusammenarbeit nach österreichischem Vorbild auf europäischer Ebene einzuführen. Dazu Kunasek: „Es geht nicht darum, dass Soldaten die Aufgaben der Polizei übernehmen. Aber das Militär verfügt über Fähigkeiten, mit denen zivile Organisationen in der Bewältigung von sicherheitspolitischen Herausforderungen abseits militärischer Missionen unterstützt werden könnten. Hier ergeben sich klare Synergien. Wir haben in Österreich gute Erfahrungen mit diesem Assistenzmodell und wollen diese Idee auf die europäische Ebene heben.“

Eine weitere Priorität wurde dem Westbalkan gegeben, dem Schwergewichtsthema der österreichischen Ratspräsidentschaft. In diesem Zusammenhang unterstrich Minister Kunasek die Notwendigkeit „nicht über, sondern mit den Partnern auf dem Westbalkan auf Augenhöhe zu sprechen“. Themen hierbei waren die Wahlen in Bosnien und Herzegowina, der Dialog zwischen Serbien und dem Kosovo, sowie der Namensstreit zwischen Griechenland und Mazedonien.

Die Verteidigungsminister vereinbarten im Rahmen der bilateralen Arbeitssitzung die Fortsetzung und die Weiterentwicklung der sehr erfolgreichen Kooperation im Rahmen der Offiziersausbildung sowie der Ständigen Strukturierten EU-Militärzusammenarbeit (PESCO) im Bereich der Cyber-Bedrohung.

Zum Abschluss des Besuchs legten die beiden Verteidigungsminister gemeinsam einen Kranz beim Denkmal des unbekannten Soldaten in Athen nieder.

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