„Schöner“ TV-Kulturschwerpunkt: Zwei neue Dokus und „kulturMontag“ zum Thema Schönheit

Am 21. und 22. Oktober in ORF 2

Wien (OTS) - Sehr unterschiedlichen Aspekten des Themas Schönheit widmet sich demnächst ein TV-Kulturschwerpunkt in ORF 2 mit zwei neuen Dokumentarfilmen und einer monothematischen „kulturMontag“-Sendung.

Auswirkungen unerreichbarer Körperbilder in Social Media: Filmische Spurensuche von Jenny Rezny

„Nie genug. Der Körperkult in sozialen Medien“ ist der Titel des „dokFilm“ am Sonntag, dem 21. Oktober 2018, um 23.05 Uhr. In ihrer jüngsten Doku setzt sich Filmemacherin Jennifer Rezny mit der medialen Selbst- und Fremdbespiegelung des weiblichen Körpers auseinander. Trotz immer lauter werdender Rufe nach Vielfalt spielt in unserer Gesellschaft und vor allem in den sozialen Medien der „ideale“ weibliche Körper, insbesondere für Mädchen und junge Frauen, eine Hauptrolle. Durch Social Media sind Userinnen intensiver als je zuvor mit unerreichbaren Körperbildern konfrontiert. Dabei ist fast jedes dort präsentierte Foto digital geschönt – und die meisten Frauen wissen das auch. Dennoch: Je öfter sie sich durch Instagram, Facebook und Co. klicken, desto größer werden ihre Selbstzweifel und die Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen. Die fatalen Folgen sind Schlankheits-und Fitnesswahn, Essstörungen aller Art, Bodyshaming und Sexismus. Jennifer Rezny begibt sich in ihrem Film auf Spurensuche nach Ursachen und Auswirkungen, spricht mit Protagonistinnen, Expertinnen und Experten und liefert alarmierende Einblicke in das Leben junger Frauen.

„kulturMontag“ im Zeichen von Schönheit und Ästhetik – Studiogast Stefan Sagmeister

Eine ganze Sendung lang beschäftigt sich der von Martin Traxl präsentierte „kulturMontag“ am 22. Oktober ab 22.30 Uhr mit unterschiedlichen Facetten des Themas Schönheit.
So wird u. a. der Schönheitsbegriff hinterfragt, dazu kommen Starfotografin Elfie Semotan, Künstler Tomak, Komponist Bernhard Gander und Literatin Marjana Gaponenko zu Wort. Auf dem Programm steht auch die Vermessung der Schönheit: Warum ist etwas schön und wie verändert sich die Wahrnehmung von Schönheit? Der „kulturMontag“ spricht dazu mit Ästhetik-Forscher Helmut Leder sowie Philosophin und Künstlerin Elisabeth von Samsonow. Außerdem geht es u. a. um die demnächst beginnende Ausstellung von Stefan Sagmeister und Jessica Walsh: Im Wiener Museum für angewandte Kunst liefern Sagmeister & Walsh ein visuell eindrucksstarkes multimediales Plädoyer für die Lust am Schönen. Sagmeister, der in New York lebende österreichische Großmeister des Grafikdesigns, ist zu Gast im Studio.

Rückkehr der Schönheit in der Kunst: Ines Mitterers Lokalaugenschein in Rom und Florenz

Anschließend an das Magazin feiert die dazu passende neue ORF-Dokumentation „Die Schönheit ist ein wildes Tier. Kunst und Ästhetik“ (23.20 Uhr) über die Bewertung und Wahrnehmung des Begriffs Schönheit in der Kunst ihre Premiere. Dieser war in den vergangenen Jahrzehnten eine verpönte Kategorie in der Bewertung und Wahrnehmung von Kunst. Ein Kunstwerk soll aufregen, Tabus brechen, gesellschaftliche Missverständnisse verhandeln – aber doch bitte nicht „schön“ sein! Allzu schnell herrscht Kitschverdacht, allzu schnell gilt ein „schönes“ Kunstwerk als gefällig und damit unbedeutend. Dabei war Ästhetik im 19. Jahrhundert eine maßgebliche Kategorie, nicht zufällig ist von den schönen Künsten – les beaux arts – die Rede. Nun orten manche Künstlerinnen und Künstler eine Rückkehr der Schönheit. Ist an dieser These etwas dran? Der Film von Ines Mitterer begibt sich auf Spurensuche nach Rom und Florenz und bittet u.a. den Philosophen Konrad Paul Liessmann und Kunststar Ólafur Elíasson zu Wort.

Weitere Details zu den Programmen sind unter presse.ORF.at abrufbar.

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