Great Smoky Mountains: „Universum“ erkundet den „Wald der Schwarzbären“ – am 16. Oktober um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - „Ort des blauen Rauchs“ – so nannten die Cherokee-Indianer einst ihre Heimat im Osten der USA, in der heute der Great-Smoky-Mountains-Nationalpark liegt. Der Wald, der die Hügellandschaft zwischen North Carolina und Tennessee bedeckt, zählt zu den größten Urwaldgebieten der USA und bietet eine erstaunliche Vielfalt an Pflanzenarten. Kristallklare Bäche, idyllische Lichtungen und im Sonnenlicht rötlich leuchtende Berghänge ziehen jährlich Millionen Besucherinnen und Besucher an. In Jan Hafts „Universum“-Dokumentation – einer Koproduktion von ORF, NDR, ARTE, ARD und National Geographic Channel – gibt es am Dienstag, dem 16. Oktober 2018, um 20.15 Uhr in ORF 2 auch die zahlreich vorkommenden Schwarzbären, das Symbol dieses Schutzgebiets in den Appalachen, zu bestaunen.

Mehr als 2.000 Meter ragen die Gipfel der Great Smoky Mountains aus dem Wäldermeer, das etwa 4.000 Pflanzenarten beheimatet. Ebenso artenreich ist die Tierwelt dieser Urwälder, die trotz des immensen Besucherstroms weitgehend unberührt geblieben sind. Die mehr als zehn Millionen Erholungssuchenden pro Jahr drängen sich entlang der Hauptstraßen durch das 2.100 Quadratkilometer große Schutzgebiet. Wenn sich die kalte Jahreszeit langsam aus den Smoky Mountains zurückzieht, erwachen die ersten der etwa 1.600 Schwarzbären des Nationalparks aus ihrer Winterruhe. Die Hälfte von ihnen überwintert in Baumhöhlen, zum Teil mehrere Meter über dem Boden. Hier werden zum Jahresanfang die Jungen geboren. Ihr erster Kontakt mit der Außenwelt beginnt mit einem waghalsigen Abstieg, doch Schwarzbären sind geborene Kletterer.

Lichtungen wie Cades Cove zählen zu den meistbesuchten Gebieten des Parks. Hier lassen sich Wildtiere besonders gut beobachten: wie etwa Truthühner, die wilden Vorfahren der Puten. Mit leuchtenden Hautlappen und glucksenden Lauten signalisieren die Hähne im Frühjahr ihre Kampfbereitschaft. Flügelschlagen, Beißen und Treten – alles ist erlaubt, um zu klären, wer das Recht zur Paarung hat. Der Nationalpark gilt weltweit als die „Hauptstadt der Salamander“. 30 Arten teilen sich hier einen idealen Lebensraum zwischen sauerstoffreichen Flussläufen und Waldregionen mit üppigem Nahrungsangebot.

Eines der faszinierendsten Naturschauspiele können die Besucher/innen im Sommer erleben. Zu dieser Jahreszeit schweben in den Nächten Abertausende kleine Laternen durch die warme Luft. Mehr als ein Dutzend Leuchtkäfer-Arten werben um Partner. Lichtwellen, die durch den Wald pulsieren, sollen Weibchen in großer Zahl anlocken. Der spezielle Leuchtmechanismus ist auch für die Forschung von Bedeutung, da die Strahlkraft des Lichts im Verhältnis zur Größe des Leuchtorgans besonders intensiv ist. Der Nationalpark wurde 1934 gegründet. Zu diesem Zeitpunkt waren weite Flächen der einstigen Urwälder bereits komplett gerodet. Im 19. Jahrhundert entstand hier eine florierende Holzindustrie, die der Region zu großem Wohlstand verhalf. Private Initiativen sammelten Geld, um das Land zu kaufen und es unter Schutz stellen zu lassen. Heute wachsen hier wieder zahlreiche Baumarten.

Die „Universum“-Dokumentation zeigt die vielfältige Fauna und Flora des Nationalparks. Schillernde Kolibris tanzen zwischen seltenen Blütenarten, Schwarzbären sammeln Kirschen in luftigen Höhen, trickreiche Muscheln überlisten Fische, um sie als Helfer bei der Fortpflanzung einzusetzen, emsige Flussdöbel bauen in Bächen kleine Steinburgen für ihr Gelege. Ein Naturwunder Nordamerikas, das seine Geheimnisse erst bei genauer Beobachtung enthüllt.

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