Schmidt: Frauen vor Cybermobbing und Gewalt im Netz schützen

SPÖ NÖ Frauen: Bewusst machen, dass auch Äußerungen im Netz strafbar sein können

St. Pölten (OTS) - „Kaum etwas wird so kontrovers diskutiert, wie Sexismus und sexuelle Gewalt“, berichtet Landesfrauenvorsitzende Landtagsabgeordnete Elvira Schmidt: „So hat man schon gehört, dass sich Männer in diesem Zusammenhang als unschuldig bezeichnen, weil sie ‚der Generation der alten mächtigen Männer‘ angehören. Frauen sollen die Straßenseite wechseln, um Attacken aus dem Weg zu gehen, keine kurzen Röcke oder zu tief ausgeschnittenen Shirts anziehen, um nicht die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Immer schwingt ein ‚selber Schuld‘ mit in all den Diskussionen.“

Diskriminierung, Beleidigungen, Zurücksetzung, Benachteiligung – all das drücke aus, was Frauen oft erleben. So auch Sigi Maurer geschehen, die mit sexistischen Angriffen, Herabwürdigungen und Beleidigungen konfrontiert wurde. Sie setzte sich mutig zur Wehr -und wurde prompt verurteilt. „Ein Urteil, das vielen Frauen – und auch Männern – unverständlich und ein verheerendes Zeichen ist. Ein Urteil, das Tätern signalisieren könnte, sexistische Übergriffe, Beleidigungen und Hass Tiraden unbeschadet ausleben zu können“, steht Schmidt auf Seiten der ehemaligen Politikerin. Sie sehe es auch positiv, dass der Richter dem Staatsanwalt zur Kenntnis bringen wolle, dass er überzeugt ist, dass der Lokalbesitzer im Zeugenstand unter Wahrheitspflicht gelogen habe.

„Denn wenn man sich die Reaktionen in den Social Media und im Internet auf das nicht rechtskräftige Urteil ansieht, gibt es hier Hohn, Hass und noch mehr Sexismus und sexuelle Gewalt gegenüber Maurer. Wenn diesem Einhalt geboten werden kann, wäre das ein wichtiges Signal, sagt Schmidt: „Denn noch mehr Frauen werden sonst derartige Angriffe wehrlos hinnehmen.“

Für Schmidt sei klar, dass sich viele Täter nichts dabei denken würden, wenn sie sich im Internet abfällig äußern – dass man sich damit auch strafbar machen könne, sei ihnen nicht bewusst: „Aber derartige Nachrichten, wie im Fall von Sigi Maurer, zeigen auch das Frauenbild und den mangelnden Respekt der hinter dahinter steckt.“ Deswegen würden die SPÖ-Frauen Niederösterreichs daher einen raschen Ausbau von Gleichbehandlungsanwaltschaften sowie Hilfe bei Cybermobbing und Gewalt im Netz sowie den Ausbau von Beratungsstellen fordern, erklärt Schmidt: „Denn die Politik hat dafür zu sorgen, dass Menschen gegen Cybermobbing, Gewalt auch im Netz geschützt werden.“

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