AK zu VfGH Urteil Bankomatgebühren: Banken in Pflicht nehmen!

Banken müssen flächendeckende Versorgung mit Bargeld gewährleisten

Wien (OTS) - Für die AK ist das jüngste Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes (VfGH) zu den Bankomatgebühren „durchwachsen“. „Die Banken müssen die flächendeckende Versorgung mit Bargeld sicherstellen, damit Konsumenten kostenlos vom eigenen Konto abheben können“, betont Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsumentenpolitik. „Das Feld darf nicht Drittanbietern überlassen werden, die mitunter den Konsumenten unverhältnismäßige Spesen verrechnen!“

Bestätigt wurde jetzt, dass Bankomatgebühren „im Einzelnen“ ausverhandelt werden müssen. „Die Banken verrechnen ihren Kunden das Abheben am Bankomaten ohnehin schon – je nach Kontovertrag – durch quartalsweise Kontogebühren oder Zeilengebühren“, sagt Zgubic.

Die Kosten für Drittanbieter, also von Banken unabhängige Betreibergesellschaften wie die Firma Euronet, müssen Banken allerdings nicht übernehmen. Diese Spesen sind besonders hoch, wie Erfahrungen der Vergangenheit zeigen: KonsumentInnen, die an die-sen Bankomaten beheben, werden mit 1,95 Euro pro Behebung zur Kasse gebeten. „Diese Tendenz, die Bankkunden mit extrahohen Spesen durch Drittanbieter zur Kasse zu bitten, ist eindeutig abzulehnen“, so Zgubic. „Daher ist es zu begrüßen, wenn die Banken weiterhin die Bargeldversorgung über das bewährte Bankomatsystem vornehmen. Denn die Versorgung mit Bargeld ist aus Sicht der AK eine wesentliche Pflicht von Banken. Es darf daher nicht zu einer weiteren Ausdünnung des Bankomatnetzes kommen.“

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