PVA Obmann Anderle: Selbstverwaltung wichtig für versichertennahe Entscheidungen

Informationsveranstaltung für Mitglieder der Selbstverwaltung der PVA zu Gesetzesentwurf bezüglich Sozialversicherungsreform

Wien (OTS) - „Die Pensionsversicherungsanstalt bekennt sich zu einer Weiterentwicklung der Strukturen in der Sozialversicherung und damit auch der Selbstverwaltung. Es muss aber klar gesagt werden, dass Änderungen immer im Sinne der Versicherten sein müssen. Die nun geplanten Änderungen schränken wesentliche Handlungselemente der Selbstverwaltung ein“, kritisiert der Obmann der Pensionsversicherungsanstalt Manfred Anderle im Rahmen einer Informationsveranstaltung für die Mitglieder der Selbstverwaltung in der PVA heute Vormittag den vorliegenden Entwurf zu den Änderungen in der Sozialversicherung.  

„Die Selbstverwaltung garantiert, dass die Leistungen der Pensionsversicherungsanstalt möglichst versichertennahe ausfallen. Sie hat sich seit ihren Anfängen bestens bewährt und ist ein maßgeblicher Erfolgsfaktor im österreichischen System der sozialen Sicherheit. Jede Verschiebung der Aufgaben weg von der Selbstverwaltung kann zu einer Distanzierung der Arbeit der Sozialversicherung von den Menschen und ihren Bedürfnissen führen “, so Anderle.  

In Fragen der Kontrolle soll in Zukunft nicht mehr ausschließlich die Selbstverwaltung tätig sein, sondern auch durch externe Wirtschaftsprüfer erfolgen. „Es spricht grundsätzlich nichts gegen die Beauftragung externer Wirtschaftsprüfer, doch ist dies auch in den bestehenden Strukturen möglich“, betont Anderle.    

Für die Obmann-Stellvertreter Peter Lehner und Manfred Brunner ist es wichtig, dass die Kompetenzen der Landesstellen nicht ausgehöhlt werden. „Bestmögliche Betreuung der Versicherten heißt: wohnortnahe, persönlich, flexibel und auf höchstem Niveau - das ist mit der jetzigen Landesstellenstruktur in der Pensionsversicherung gewährleistet“, meinen Lehner und Brunner. 

„Die Kosten für die Selbstverwaltung in der Pensionsversicherungsanstalt im Jahr 2017 machten rund 760.000 Euro aus. Dies sind 0,002 Prozent des Gesamtbudgets der PVA. Dafür leisten sie eine enorm wichtige Aufgabe“, erläutert Anderle.

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