VP-Mahrer: Verpflichtende Anti-Gewalt-Schulungen an Wiens Schulen überfällig

Österreichweites Präventionsprogramm „UNDER 18“ startet – Gewalt an Wiener Schulen steigt – Stadtregierung muss handeln

Wien (OTS) - „Maßnahmen zur Gewaltprävention sind in den Wiener Schulen längst überfällig. Wir unterstützen daher die österreichweite Ausrollung des Präventionsprogramms ‚UNDER 18‘. Dieses oder ähnliche Programme müssen auch in Wien flächendeckend angeboten und für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend sein, um bereits den Jüngsten zu vermitteln, wie wichtig ein friedliches Miteinander ist und, dass Gewalt in unserer Gesellschaft keinen Platz hat!“, so VP-Sicherheitssprecher Karl Mahrer. „Eine von mir initiierte parlamentarische Anfrage hat ergeben, dass sich die Gewaltdelikte an Schulen innerhalb von 10 Jahren um mehr als verzehnfacht haben.“

Durch das neue Präventionsprogramm „UNDER 18“, das Staatssekretärin Edtstadler nunmehr präsentiert hat, wird österreichweit ein Präventionsprogramm geschaffen, das sich an den Bedürfnissen der Schulen orientiert. Die Polizei will damit auch Kinder und Jugendliche mit zielgruppengerechter Information vor Straffälligkeit bewahren. Mahrer dazu: „Im Mittelpunkt stehen hierbei die Themen Rechtsbewusstsein, Suchtdelikts- und Gewaltprävention und der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien bereits für Jugendliche ab zehn Jahren. Es freut mich, dass zusätzlich 83 neue Präventionsbeamte bis Ende 2019 im Einsatz sein werden. Wichtig wird außerdem die Miteinbeziehung der Erziehungsberechtigten sowie des Lehrpersonals sein.“

Der erste „Runde Tisch“ des Stadtschulrats in Wien zum Thema Gewalt an Schulen habe zwar die Einigung erzielt, dass Gewalttaten statistisch erfasst werden, aber immer noch warten wir auf die Ergebnisse und auf die abzuleitenden Konsequenzen. Hier sei die Stadt Wien gefordert endlich präventive Maßnahmen gegen Gewalt an Schulen zu ergreifen.

„Rot-Grün muss handeln! Wir fordern neuerlich verpflichtende Anti-Gewalt-Schulungen, die spätestens im Schuljahr 2019/2020 beginnen sollen. Das wäre ein erster richtiger Schritt, um Gewalt von Jugendlichen in unserer Stadt zu verhindern“, so Mahrer, und weiter:
„Verharmlosungen und Wegschauen sind in dieser brisanten Situation definitiv der falsche Weg. Wir hoffen, dass die Stadtregierung endlich aufwacht und sich mehr um die Sicherheit an Schulen kümmert.“

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Wien - Pressestelle
Michael Ulrich
Leitung Kommunikation
+43 650 6807609
michael.ulrich@wien.oevp.at
http://www.oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0001