Resilience Day: Wie Kinder stark fürs Leben werden

Neue Perspektiven auf Resilienz und Widerstandskraft

Wien (OTS) - Familien leben heute in einer komplexen Welt, die sich stetig weiterentwickelt und verändert. Damit unsere Kinder diesen Herausforderungen – aber auch Chancen – gestärkt   entgegentreten können, sind Widerstandskraft und Resilienz notwendig.

Um für dieses wichtige Thema eine relevante Plattform zu schaffen, veranstalteten der Babynahrungshersteller Milupa und Aptaclub mit dem „Resilience Day“ heuer erstmals einen Tag, der sich ganz diesem Thema widmete. Bei der Veranstaltung im Wiener Impact Hub am 11. Oktober diskutierten bekannte ExpertInnen aus verschiedenen Fachbereichen mit dem Publikum und zeigten aus unterschiedlichen Perspektiven auf, wie Eltern ihre Kinder für die Zukunft stark machen können. 

Der Begriff Resilienz bezeichnet die Anpassungsfähigkeit an und den Umgang mit neuen Situationen. Er umfasst körperliche Erfahrungen, die das Immunsystem stärken, soziale Kompetenzen und bezieht auch die seelische Widerstandskraft mit ein. Beim ersten Resilience Day in Wien diskutierten der Zukunftsforscher Matthias Horx und Dr. Philip Streit, Psychologe und Vertreter der Positiven Psychologie, über den Begriff und die Relevanz von Resilienz in Rahmen ihrer Keynotes. „Resilienz bezeichnet auch den Mut zur Veränderung. Denn die Zukunft ist offen“, so Matthias Horx über seine Vision.Wer positive Emotionen erleben kann und genießt, ist offener, flexibler, konzentrierter und gesünder. Wer auf seine Stärken setzt, ist einfach erfolgreicher“, fasst Keynote-Speaker Dr. Philip Streit seinen Ansatz für das Meistern alltäglicher Herausforderungen zusammen. 


Vier Perspektiven auf Resilienz

Im Anschluss gewährten die Fach-ExpertInnen Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer, Mag. Doris Lepolt, Design. Primaria Dr. Anna Maria Cavini und Mag. Sandra Teml-Jetter Einblicke in vier unterschiedliche Dimensionen der Resilienz: für die Entwicklung von physischer, kreativer, emotionaler und sozialer Resilienz brauchen Kinder unterschiedliche Kompetenzen. Diese können durch die Familie gefördert und unterstützt werden. „Den Eltern Kompetenzen zu vermitteln und sie somit in ihren Fähigkeiten als Eltern zu stärken ist mir eine Herzensangelegenheit. Denn besonders die ganz frühe Interaktion mit den nächsten Bezugspersonen ist prägend für die soziale Kompetenz und Resilienz“, erklärt Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde Design. Primaria Dr. Anna Maria Cavini. „Für die Entwicklung unseres Immunsystems und damit der physischen Widerstandskraft sind viele Faktoren wichtig, die man als Eltern gut fördern kann: dazu zählen eine ausgewogene Ernährung – bereits in der Schwangerschaft – aber auch ausreichend Bewegung und Umweltreize in der Natur “, ergänzt Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde in St. Pölten. 

In der Kids Area hatten Eltern und Kinder zudem die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln und selbst zu erleben, wie Resilienz gelernt werden kann. Interaktive Stationen wie ein Barfuß-Parcours oder der Kräutergarten für Zuhause luden zum Mitmachen ein.

 

Engagement für Familien

Milupa hat es sich zur Aufgabe gemacht, Eltern in den ersten 1.000 Tagen bestmöglich zu unterstützen und damit nicht nur Ernährungsexperte, sondern von Anfang an ein verlässlicher und kompetenter Partner für Familien und ihre Kinder zu sein. Dazu gehört auch ein besseres Verständnis über die Bedürfnisse und Sorgen sowie Herausforderungen von Eltern. So bietet Milupa mit dem Aptaclub Elternservice seit über 20 Jahren eine Experten-Beratung durch Ernährungswissenschafterinnen und Hebammen, die auch alle selbst Mütter sind. Außerdem engagiert sich Milupa für soziale Projekte wie die Initiative „Kämpferherzchen“, eine kostenlose Hotline für Eltern von Frühgeborenen. Ebenfalls wichtiger Bestandteil des Engagements und Basis für die Produktentwicklung der Marken Milupa und Aptamil ist das umfassende Forschungsengagement: Dieses reicht vom eigenen Danone-Nutricia-Muttermilchforschungs-zentrum in Utrecht mit 400 WissenschafterInnen und ExpertInnen bis hin zu lokalen Forschungsprojekten. So wurde in Kooperation mit der FH JOANNEUM Graz 2017 ein Josef Ressel Zentrum zur Erforschung frühkindlicher Adipositas eröffnet.

 

Der Resilience Day ist ebenfalls Teil dieses vielfältigen Engagements für Familien. „Wir haben den Resilience Day in Wien ins Leben gerufen, um eine Plattform zu schaffen für ein Thema, das viele Eltern intensiv beschäftigt und von großer Bedeutung für die Entwicklung unserer Kinder ist“, so Dr. Christopher Mayr, Geschäftsführer Milupa Österreich. „Mit jeder neuen Erfahrung, die ein Kind macht, wird sein Immunsystem auf die Probe gestellt, aber auch gestärkt. Wir möchten Eltern ermutigen, diese Erfahrungen zuzulassen. Denn je vielseitiger die Anregungen für das Kind in seinen ersten Lebensjahren sind, desto besser kann es den alltäglichen Herausforderungen komplexer Lebenswelten mit innerer Stärke und Resilienz begegnen.“, ergänzt Mayr.

 

Statements ReferentInnen am Resilience Day 

„Die menschliche Psyche entwickelt sich im Spannungsfeld von Bindung, Sicherheit und Freiheit. Wir werden vor allem durch bewältigte Herausforderungen und selbst gesetzte Ziele innerlich stabil. Kleine Kinder, die sich sicher von ihren Eltern gebunden fühlen, entwickeln eine enorme vitale Energie. Sie betreiben Neugier und Welterkundung, wenn sie hinfallen, stehen sie immer wieder auf.

Matthias Horx

Trend- und Zukunftsforscher, Gründer des Zukunftsinstituts (Wien, Frankfurt)

 

„Wer auf Stärken setzt, statt Schwächen auszumerzen, ist einfach erfolgreicher. Wer positive Emotionen erleben kann und genießt, ist offener, flexibler, konzentrierter und gesünder. Wer gelingende Beziehungen im Hintergrund hat, ist zufriedener und glücklicher – denn das Glück braucht immer mehrere.“

Dr. Philip Streit

Klinischer und Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut, Supervisor, Vorstand Institut für Kind, Jugend und Familie (Graz), Gründer des Instituts für Positive Psychologie und Mentalcoaching

 

„Die ersten 1.000 Tage sind ein besonders prägendes Zeitfenster für die Entwicklung eines gesunden Immunsystems. Kinder sollten daher vielen unterschiedlichen Reizen ausgesetzt werden, die ihr Immunsystem herausfordern und trainieren, von den buntesten Nahrungsmitteln bis hin zu Erfahrungen in der Natur.“

Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer

Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde | Universitätsklinikum St. Pölten

 

„Kreativität gehört zu einer der zahlreichen personenbezogenen Faktoren, die laut Resilienzforschung die Entwicklung von psychischer Widerstandskraft fördern. Sie ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung von Empathie, und damit auch von Beziehungsfähigkeit“

Mag. Doris Lepolt

Pädagogin (Schwerpunkt Babys & Kleinkinder), Systemische Lebensberaterin, Familylab Familienbegleiterin nach Jesper Juul, Pikler® Pädagogin, Integral Life Consultant

 

„Als nächste Bezugspersonen nehmen Eltern eine bedeutende Rolle ein und können ihren Kindern eine Stütze sein bei der Entwicklung von emotionaler Stärke und Resilienz. Ihnen diese Kompetenzen zu vermitteln, ist mir eine Herzensangelegenheit.“

Design. Primaria Dr. Anna Maria Cavini

Design. Ärztliche Leitung Kinder- und Jugendreha Bad Erlach, Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde, ÖÄK Diplome für Psychosoziale Medizin, Psychosomatische Medizin, Psychotherapeutische Medizin 

 

„Ein klares Rollenverständnis in der Familie ist wichtig für die Entwicklung sozialer Kompetenzen. Viele Eltern verlieren sich aber in ihrer Elternrolle. Daher möchte ich vermitteln, wie wichtig es ist auch auf sich selbst zu achten, um auch jemanden anderen ganz nahe sein zu können.“

Mag. Sandra Teml-Jetter

Familylab Familienbegleiterin nach Jesper Juul, Einzel- und Paarcoach

 

Hintergrundinformation: Vier Perspektiven auf Resilienz

Resilienz oder auch Widerstandskraft bedeutet sehr viel mehr als ein gesundes Immunsystem und spielt in vielen Bereichen des Lebens eine bedeutende Rolle – ganz besonders im Familiengefüge.

 

Physische Resilienz: Die Rolle des Immunsystems

Im Bereich der körperlichen Widerstandskraft ist der Resilienz-Begriff eng verbunden mit einem starken Immunsystem. Denn bei der Geburt ist das Abwehrsystem noch unreif – mit jeder Sinneserfahrung übt und lernt es aber für die Zukunft dazu. Neben einer ausgewogenen, nährstoffreichen Ernährung während der ersten 1.000 Tage (vom Beginn der Schwangerschaft bis zum vollendeten 2. Lebensjahr) ist es essentiell das Immunsystem in dieser prägenden Phase auch diversen Reizen auszusetzen. Dazu gehören unter anderem ausreichend Bewegung, Aufenthalte in der Natur, Kontakt mit ein wenig Schmutz, zu anderen Kindern und auch zu (Haus-)Tieren sowie das Kennenlernen von Umweltreizen wie Kälte, Wind und Regen. All diese Faktoren tragen dazu bei, das Immunsystem zu stärken.

 

Kreative Resilienz: mit Selbstvertrauen zur Problemlösung

Kinder sind von Natur aus mit der Gabe der Kreativität ausgestattet. Sie erforschen gerne ihre Welt, sind neugierig und voller Ideen. Die Förderung dieser Kompetenz, zum Beispiel durch freies Spiel, ist wichtig für Ihre Entwicklung. Denn Kreativität und kreatives Denken sind notwendig, um eigenständig Ideen und Flexibilität zu entwickeln und damit den Anforderungen des Lebens gut begegnen zu können. So können Kinder Selbstwirksamkeit erleben und Problemlösefähigkeiten sowie Selbstvertrauen ausbilden.

 

Emotionale Resilienz: Gefühle wahrnehmen und ausdrücken

Resilienz ist auch eine Frage der inneren Stärke und der Fähigkeit mit Gefühlen umgehen zu lernen. Kinder sind schon sehr früh in der Lage sich an die Umwelt- und Familienatmosphäre anzupassen. Dies geschieht in der Regel zu allererst im Familiengefüge in der Interaktion mit den nahen Bezugspersonen. Dennoch ist es für Kinder oft eine Herausforderung, ihre eigenen Gefühle einzuordnen und gegenüber anderen auszudrücken. Eltern können hier eine bedeutsame Vorbild-Rolle einnehmen und Ihren Kindern eine Stütze sein, bei der Entwicklung von emotionaler Stärke und Resilienz.

 

Soziale Resilienz: die Bedeutung der Familie

Eltern zu werden stellt Paare vor viele Herausforderungen. Eine davon ist es, zwischen dem „Selbst“, der Rolle als PartnerIn und als Elternteil eine gute Balance zu finden. Diese hat großen Einfluss auf die Entwicklung sozialer Kompetenzen bei Kindern. Denn die Familie ist das erste soziale Gefüge, in das ein Kind hineinwächst und an dem es sich in den prägenden Phasen stark orientiert.

 

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Milupa_Aptaclub_RESILIENCE_DAY_2018_Pressemappe

 

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Milupa_Aptaclub_RESILIENCE_DAY_2018_Pressefotos

Fotocredits: © Milupa GmbH / Zytka

 

Über Milupa Österreich

Milupa ist mit den Marken Aptamil und Milupa der führende Experte für die Ernährung in den ersten 1000 Tagen. Basierend auf über 40 Jahren Muttermilchforschung hilft Österreichs Nummer 1 bei Säuglingsmilchen* Eltern dabei, die gesunde Entwicklung von Babys und Kleinkindern von Anfang an optimal zu fördern. 1957 in Puch bei Hallein gegründet, ist Milupa Österreich seit 2007 ein Tochterunternehmen von Danone. Rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind am österreichischen Standort beschäftigt. Seit 2013 leitet Dr. Christopher Mayr als Geschäftsführer das Unternehmen, das letztes Jahr sein 60-jähriges Bestehen in Österreich feierte und 2018 mit dem Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung ausgezeichnet wurde. Milupa bietet u.a. Milchnahrungen und Breie für Säuglinge und Kleinkinder an – bedarfsgerecht, sicher, von höchster Qualität und immer am aktuellsten Stand der Wissenschaft. Mit dem Eltern + Baby Service begleitet Milupa Österreichs Eltern seit über 20 Jahren als Experte für Ernährung im Säuglings- und Kleinkindalter. Mehr Informationen auf www.milupa.at.

*Quelle: Nielsen, YTD KW32/2018

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