Gerhard Schmid (SPÖ): Kollege Nehammer, wir hören

Der ÖVP-Integrationssprecher aus Hietzing muss seine Schulpläne näher erläutern

Wien (OTS/SPW-K) - Nach dem Interview von ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer im Profil 41/18 stellt sich für SPÖ-Gemeinderat Gerhard Schmid die Frage, welches Bildungssystem der ÖVP für Wien genau vorschwebt. „Der ÖVP-Integrationssprecher möchte für die soziale Durchmischung die ‚strenge Regelung der Schulsprengel’ auflösen und zum Beispiel Favoritner Kinder an Hietzinger Schulen holen. Es wäre schön, wenn Kollege Nehammer uns diese kühnen Pläne einmal näher erläutern könnte, denn offenbar weiß er mehr als wir“, meint Schmid.

„Grundsätzlich sind in Wien die Schulsprengel nämlich schon längst abgeschafft“, erklärt Schmid. „Jeder kann sich für seine Wunschschule anmelden.“ Die Kinder sind also nicht, wie Nehammer meint, an den Bezirk gebunden. „Allerdings wird bei der Vergabe der Plätze die Nähe zum Wohnort ebenso berücksichtigt wie der Schulplatz etwaiger Geschwister“, führt der SP-Gemeinderat weiter aus. „Darum spiegelt sich in den Schulen auch das soziale Umfeld des Grätzls wider.“

„Wenn Kollege Nehammer großzügig die Hietzinger Schulen öffnet, dann weiß er wahrscheinlich, wie weit sein Wunschszenario von der Realität weg ist“, so Schmid. „Soziale Durchmischung ist wichtig. Wie so oft hinkt die ÖVP aber bildungspolitisch Jahrzehnte zurück. Kinder mit Bussen in der Stadt zu verteilen wurde in Skandinavien bereits versucht, doch der gewünschte Effekt trat nicht ein. Es hat keinen Sinn, dieses Modell nun aus der Mottenkiste zu holen“, bilanziert Schmid.

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Wien Rathausklub
Mag. Mario Sonnberger
Kommunikation
+43 1 4000 81929
mario.sonnberger@spw.at
http://www.rathausklub.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10001