„Wiener Nächte“ mit Wanda, Voodoo, Nino und Co.: TV-Premiere für ORF-Kulturdoku über neue Wiener Musikszene

Im „kulturMontag“ am 15. Oktober um 23.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - In den vergangenen Jahren hat Popmusik aus Österreich ein fulminantes Revival erlebt. Wanda, Bilderbuch, Voodoo Jürgens und einige andere mehr füllen national wie international große Hallen – mit dem angestaubten Begriff „Austropop“ wollen die meisten der jungen Stars nichts zu tun haben. Die neue Dokumentation „Wiener Nächte – Musik und Melancholie“ der ORF-Redakteure Dietmar Petschl und Siegfried Steinlechner, die am 15. Oktober 2018, um 23.15 in ORF 2 im Rahmen von „kulturMontag“ ihre TV-Premiere feiert, geht an die Wurzeln, trifft zahlreiche Protagonisten in ihren Wiener Biotopen und zeichnet so ein sehr nahes Bild der Menschen, die ihr Wien und ihr Österreich leben. Die Künstlerinnen und Künstler treffen Freunde aus der Szene, erzählen Anekdoten über Wien, ihr Leben und ihre Musik. Klar wird: Die Wiener Szene ist quicklebendig. Ihr Erfolg ist kein plötzlich entstandener Hype, er ist von Musikern und Musikbegeisterten über viele Jahre mühsam aufgebaut worden. Die neue Wiener Szene ist gekommen, um zu bleiben.
Der Film kommt mit viel Wiener Schmäh, Lokalkolorit und ganz viel Musik daher, die direkt, unplugged in den Locations, in denen die Künstler zu Hause sind, stattfindet.

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Wien ist Schmelztiegel und Kulturbiotop einer „Szene wider Willen“. Die meisten Künstlerinnen und Künstler in der Dokumentation kennen und schätzen einander noch aus Zeiten, in denen niemand den neu entstandenen Hype vorausahnen konnte. Mit einer gesunden Portion Dickköpfigkeit und Verweigerungshaltung transformieren Musiker wie Marco Wanda, Birgit Denk, Sibylle Kefer, Willi Resetarits, Ernst Molden, Nino aus Wien oder Voodoo Jürgens das altehrwürdige Wienerlied zu einer rauen, dreckigen Popsprache – ganz ohne Glamour oder Showeffekte. Und so unprätentiös wie die Musik ist auch der Umgang der Künstler miteinander: Man tritt gemeinsam auf, die Altvorderen stehen immer wieder gerne mit den Jungstars auf der Bühne.

Der Wiener Dialekt ist (wieder) in aller Munde. Allen gemeinsam ist vor allem ihre Liebe zur Musik: Um Traditionspflege geht es da keineswegs. Das Wienerlied mit diversen Einflüssen anderer musikalischen Stilrichtungen verwoben erlebt eine nie geahnte Renaissance und damit Höhenflug. Man gibt sich inhaltlich weltoffen und gesellschaftskritisch.

Was macht aber die Essenz des (modernen) Wienerliedes aus? Romantisch, verrucht, angestaubt und hin und wieder derb. In der Summe das, was Wiener selbst gern als „räudig“ bezeichnen. Nicht wegzudenken ist das „Raunzate“. Man muss allerdings keineswegs gebürtiger Wiener sein, um zur Partie zu gehören. Und was besonders wichtig ist: Die Kategorisierung des „modernen Wienerlied-Interpreten“ will keiner so recht auf sich sitzen lassen.

Für die Dreharbeiten zu „Wiener Nächte – Musik und Melancholie“ kommen die Protagonisten im Wiener Café Anzengruber zusammen: Die meisten kennen einander, manche sind sogar befreundet, einige sind einander noch nie persönlich begegnet. Sie erzählen über ihr Wien, ihr Leben und ihre Musik. Schließlich stellen sich mehr als 50 Musikerinnen und Musiker im Anzengruber für eine Fotosession zu einem opulenten Gruppenbild des Fotografen Lukas Hüller zugunsten des Wiener Integrationshauses zur Verfügung. „Das Gute an der Musikzene ist ja: Man kann sagen, die meisten sind keine Arschlöcher“, meint Sänger, Songschreiber, Literat und Nachwuchsförderer Ernst Molden in der Dokumentation.

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