„Byzanz & der Westen“ auf der Schallaburg noch bis 11. November

Am Nationalfeiertag „Schallaburg Wandertag“ geplant

St. Pölten (OTS/NLK) - Noch einen Monat lang können kostbarste Kunstwerke und bedeutende archäologische Funde aus namhaften Sammlungen wie dem Musée du Louvre oder der Schatzkammer von San Marco in Venedig auf der Schallaburg bestaunt werden.

„So eine einzigartige Präsentation an Kunstwerken hatten wir in unserer Ausstellungsgeschichte noch nie - gleichzeitig unterstreicht sie auch den Stellenwert der Schallaburg. Natürlich bekamen wir auch in der Vergangenheit internationale Leihgaben, aber nicht in dieser Dichte. Wir zeigen heuer auch Schätze, welche ihre bisherigen Museen noch nie verlassen durften. Erstmals werden in einer Ausstellung zu Byzanz die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Byzanz und dem Westen veranschaulicht“, erklärt der künstlerische Leiter Kurt Farasin.

Eine bedeutende Rolle nahmen im Weltreich Byzanz Reliquien ein. Sie gehörten zu den begehrtesten byzantinischen Gütern im Westen. Sie brachten Prestige und dienten ab dem 6. Jahrhundert als Diplomatengeschenke bei kriegerischen Auseinandersetzungen oder Wirtschaftsbeziehungen. Erst nach der Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer im 12. Jahrhundert gerieten Reliquien aus Byzanz massenhaft in den Westen. Man konnte von einer wahren Inflation sprechen. Dennoch boomte der Markt und byzantinische Reliquien blieben hoch im Kurs – so sind auch Teile des Wiener Domschatzes byzantinischer Herkunft.

Die chronologische Erzählung in der Ausstellung setzt am Ende des 4. Jahrhunderts, bei der Teilung des Römischen Reiches (395) in West und Ost, ein und erstreckt sich über 1000 Jahre, in denen sich das Verhältnis zwischen dem Westen und Byzanz massiv verändert. Die Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer (1204) leitet den Untergang der einstigen Supermacht ein – 1453 wird Konstantinopel schließlich durch die Osmanen erobert; die Geschichte von Byzanz und dem Westen kommt zum Abschluss - in der Ausstellung mündet sie in ein offenes Ende: Beispielhaft wird gezeigt, wie Byzanz Europa bis heute prägt – besonders rund um das Mittelmeer.

Am Nationalfeiertag geht der „Schallaburg Wandertag“ den Spuren der Römer nach. Kurzweilige Geschichten über die Welt der Römerzeit spannen einen Bogen zur aktuellen Ausstellung – nach Byzanz. Dies ist aber keine gewöhnliche Wanderung: Begleitet wird diese Wanderung von einem voll ausgerüsteten römischen Legionär der späten Kaiserzeit, welcher kurzweilige Anekdoten über das einstige Weltreich erzählt. Von der Schallaburg ausgehend führt die Wanderung über Steinparz und Sooß wieder zurück auf die Schallaburg.

Nähere Informationen: Schallaburg, Klaus Kerstinger, Telefon 02742/90 80 46-652, E-Mail klaus.kerstinger@schallaburg.at, www.schallaburg.at.

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