Gerresheimer steigert Umsatz um 8,8 Prozent und integriert Sensile Medical erfolgreich

Düsseldorf (ots) -


- Währungsbereinigte Umsatzerlöse mit EUR 364,4 Mio. im dritten
Quartal 2018 um 8,8% gestiegen
- Währungsbereinigtes Adjusted EBITDA ohne Sensile Medical und
ohne negative Effekte aus der Netzentgeltbefreiung im dritten
Quartal um EUR 1,3 Mio. auf EUR 79,5 Mio. gestiegen
- Integration von Sensile Medical nach Plan, erstes Produkt erhält
CE-Zulassung
- Ausblick:
- Umsatzerwartung ohne Sensile Medical für 2018 weiterhin
zwischen rund EUR 1,38 Mrd. und EUR 1,4 Mrd.
- Erwartung für währungsbereinigtes Adjusted EBITDA ohne Sensile
Medical in Bandbreite von rund EUR 305 Mio. bis EUR 315 Mio., in
Abhängigkeit von Umsetzung der Ausbauarbeiten für Großprojekte
eher bei rund EUR 305 Mio.
- Erste vorläufige Indikationen zur Langfristentwicklung des
Konzerns aus Berichterstattung zum zweiten Quartal bleiben
weiterhin bestehen

Die Gerresheimer AG hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018 (1. Juni bis 31. August 2018) die währungsbereinigten Umsatzerlöse deutlich steigern können. Auch das organische Wachstum weist ein deutliches Plus aus, wie auch das Wachstum für die ersten drei Quartale. "Das Geschäft zieht erwartungsgemäß an, das dritte Quartal ist gut gelaufen. Dementsprechend bestätigen wir unsere Umsatzprognose für das laufende Jahr. Auch die Integration des im Juli erworbenen Technologieunternehmens Sensile Medical läuft voll nach Plan. Das erste Produkt hat die europäische Zulassung erhalten und das Pharmaunternehmen beginnt mit der Vermarktung", kommentiert Rainer Beaujean, Sprecher des Vorstands und Finanzvorstand.

Im dritten Quartal 2018 konnte der Gerresheimer Konzern die währungsbereinigten Umsatzerlöse von EUR 335,0 Mio. im Vorjahresquartal auf EUR 364,4 Mio. und damit um 8,8 Prozent steigern. Darin sind EUR 3,5 Mio. aus der im Juli 2018 erworbenen Sensile Medical enthalten. Damit sind die Umsatzerlöse organisch, also bereinigt um Währungseffekte und Sensile Medical, gegenüber dem Vorjahresquartal um 7,8 Prozent angestiegen. In den ersten neun Monaten 2018 sind die währungsbereinigten Umsatzerlöse um 3,9 Prozent angestiegen. Im dritten Quartal gab es bei pharmazeutischen Kunststoffverpackungen in Europa und insbesondere in Indien und Südamerika Umsatzzuwächse. Die Nachfrage nach Kunststofffläschchen für verschreibungspflichtige Medikamente in den USA war stabil. Im Geschäft mit vorfüllbaren Spritzen ist die Nachfrage generell weiterhin sehr gut, auch wenn im dritten Quartal die Kundenabrufe leicht rückläufig waren. Medizinische Kunststoffsystemen sind weiterhin ein Treiber für die positive Umsatzentwicklung, insbesondere aufgrund des Inhalatorprojekts in den USA. Einige Kunden, bei denen Gerresheimer Alleinlieferant ist, wiesen allerdings eine geringere Nachfrage aus. Beim Geschäft mit Behälterglas gab es sehr positive Wachstumsraten, gerade auch beim Absatz mit Kosmetikglas. Bei Produkten wie Injektionsfläschchen, Ampullen und Karpulen setzte sich die Erholung des US-Geschäfts fort, und auch in Europa konnte zugelegt werden. Die währungsbereinigten Umsatzerlöse im neuen Geschäftsbereich Advanced Technologies, in dem Sensile Medical erfasst wird, betrugen im dritten Quartal EUR 3,5 Mio. Im September hat eine tragbare Mikropumpe von Sensile Medical die CE-Deklaration für den europäischen Markt erhalten. Diese Pumpe, kundenspezifisch ausgestattet für die Parkinson-Therapie, kann nun von dem Pharmaunternehmen auf den Markt gebracht werden.

Das währungsbereinigte Adjusted EBITDA sank von EUR 78,2 Mio. im Vorjahresquartal auf EUR 76,1 Mio. Zu berücksichtigen sind zwei negative Effekte: Es wurde im dritten Quartal ein Aufwand von EUR 1,4 Mio. aufgrund der Entscheidung der europäischen Kommission zu den in den Jahren 2012 und 2013 gewährten Netzentgeltbefreiungen für strominten-sive Unternehmen erfasst. Außerdem beträgt das währungsbereinigte Adjusted EBITDA für den Geschäftsbereich Advanced Technologies EUR -2,0 Mio. Ohne diese Effekte hätte das währungsbereinigte Adjusted EBITDA um EUR 1,3 Mio. über dem Vorjahresquartal gelegen und damit bei EUR 79,5 Mio. Die Adjusted EBITDA-Marge im dritten Quartal 2018 betrug 20,9 Prozent. Ohne die Aufwendungen aus der Netzentgeltbefreiung und ohne den neuen Geschäftsbereich Advanced Technologies läge die Adjusted EBITDA-Marge bei 22,0 Prozent und damit erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert von 23,4 Prozent.

Das bereinigte Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen betrug im dritten Quartal EUR 32,0 Mio. nach EUR 31,3 Mio. im Vorjahresquartal. Das bereinigte Ergebnis je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen lag bei EUR 1,02 im dritten Quartal und bei EUR 1,00 ein Jahr zuvor.

Die Nettofinanzschulden sind zum 31. August 2018 um EUR 193,1 Mio. auf EUR 905,8 Mio. angestiegen, im Wesentlichen durch die Zahlung des ersten Teilbetrags des Kaufpreises für Sensile Medical. Der Adjusted EBITDA Leverage, berechnet als Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate lag bei dem 3,2-fachen.

Die Investitionen betrugen im dritten Quartal 2018 EUR 19,5 Mio., in den ersten drei Quartalen des Jahres EUR 45,1 Mio. Darunter fällt der Ausbau der Inhalatorproduktion in den USA, der Ausbau des Produktportfolios sowie zusätzliche Produktionskapazitäten. Außerdem wurde im Glasbereich in die geplante Ofenreparatur in den USA investiert sowie in Modernisierungsmaßnahmen, Werkzeuge und Formen.


Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2018 geht Gerresheimer weiterhin von folgenden Erwartungen aus, gemessen jeweils zu konstanten Wechselkursen sowie ohne Akquisitionen oder Desinvestitionen. Die Berechnung der Wechselkurse erfolgt auf Basis der Ist-Durchschnittskurse des Geschäftsjahres 2017. Der größte Währungseinfluss auf die nicht währungsbereinigten Ergebnisse des Konzerns hat der US-Dollar, für den Gerresheimer eine Wechselkursannahme von USD 1,12 je EUR 1,00 getroffen hat. Ebenfalls können bei möglichen weiteren Abwertungen die Währungen der Länder Brasilien und Indien größere Relevanz haben. Daneben können sowohl die Energiepreisentwicklung, welche sich derzeit nachteilig für Gerresheimer entwickelt, als auch der temporäre Einfluss von gestiegenen Preisen für Kunststoffgranulate zu Verschiebungen führen. Die geplante und im September 2018 begonnene Ofenreparatur im Werk in Chicago ist bis zur Veröffentlichung dieses Berichts noch nicht abgeschlossen und kann ebenfalls zu geringen
Schwankungen in der Ergebnisentwicklung für das vierte Quartal führen.


- Die währungsbereinigten Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2018
ohne den Geschäftsbereich Advanced Technologies erwartet
Gerresheimer weiterhin zwischen rund EUR 1,38 Mrd. und EUR 1,4
Mrd.
- Für das währungsbereinigte Adjusted EBITDA ohne den
Geschäftsbereich Advanced Technologies rechnet Gerresheimer
weiterhin mit einer Bandbreite von rund EUR 305 Mio. bis EUR 315
Mio. nach EUR 307,2 Mio. ohne Berücksichtigung der Effekte aus
der Fair Value-Bewertung der Triveni Put-Option im Geschäftsjahr
2017. Um im Hinblick auf den gewonnenen europäischen Großauftrag
für einen Inhalator schon im vierten Quartal 2020 lieferfähig zu
sein, ist es das Ziel, bereits in 2018 möglichst schnell den Bau
der neuen Halle sowie den Umbau der bestehenden Kapazitäten
sicherzustellen. Deshalb kann das Adjusted EBITDA je nach
Fortschritt der notwendigen Ausbauarbeiten für die Großprojekte
eher bei rund EUR 305 Mio. liegen.
- Investitionen werden 2018 in Höhe von rund 8 Prozent der
Umsatzerlöse zu konstanten Wechselkursen getätigt werden.
- Ergänzend kommen dann die Ergebnisse des neuen
Geschäftsbereiches Advanced Technologies hinzu.

Als langfristige Zielvorgabe für den gesamten Konzern inklusive des neuen Geschäftsbereiches Advanced Technologies strebt Gerresheimer weiterhin an:


- Die Gx ROCE-Prognose bleibt, trotz der Akquisition von Sensile
Medical, unverändert bei rund 15 Prozent.
- Aufgrund der Akquisition von Sensile Medical und der damit
verbundenen Kaufpreiszahlung wird eine temporäre Erhöhung des
Adjusted EBITDA Leverage auf mehr als das Dreifache erwartet. Es
wird weiterhin ein Leverage von rund dem 2,5-fachen für richtig
gehalten, welches temporär darunter beziehungsweise darüber
liegen darf, da M&A-Aktivitäten nicht genau planbar sind.

Die im Bericht zum zweiten Quartal 2018 veröffentlichten ersten vorläufigen Indikationen zur langfristigen Entwicklung des Konzerns bleiben weiterhin bestehen, ebenso wie die Ausführungen zur Akquisition von Sensile Medical als wesentlichen Bestandteil des neuen Geschäftsbereiches Advanced Technologies. Gerresheimer beabsichtigt, die ersten vorläufigen Indikationen für die Folgejahre im Zuge der Prognoseerwartungen mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichtes 2018 im Februar 2019 für den Gesamtkonzern inklusive des neuen Geschäftsbereiches Advanced Technologies weiter zu konkretisieren.

Den vollständigen Quartalsbericht finden Sie unter: www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte

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Jens Kürten
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