Pensionistenverband/Wohlmuth ad Nehammer: Es zählt, was unterm Strich herauskommt!

Richtig gerechnet entsteht Pensionisten ein Kaufkraftverlust von 152 Euro

Wien (OTS) - „Bitte genau rechnen!“ empfiehlt PVÖ-Generalsekretär Andreas Wohlmuth dem ÖVP-GS Nehammer, der in seiner jüngsten PA die heute von ÖVP und FPÖ beschlossene Pensionsanpassung als große Errungenschaft gepriesen hat. „Denn“, so Wohlmuth, „das richtige Ergebnis der Rechnung zeigt sich unter dem Strich. In Wirklichkeit bringt die ÖVP-FPÖ-Pensionsanpassung einen massiven Kaufkraftverlust für Österreichs Seniorinnen und Senioren.“

Wenn Nehammer von einem jährlichen Plus von 420 Euro bei 1.500 Euro Pension spricht, hat er auf der Einnahmen-Seite schon den ersten Fehler gemacht. Denn die von ihm angeführten 420 Euro sind brutto. Netto bleiben nach Abzug von Lohnsteuer und SV-Abgaben netto nur 280 Euro über. Diesen 280 Euro – im Jahr wohlgemerkt – muss man die Ausgaben gegenüberstellen, die in den vergangenen 12 Monaten durch die Teuerung wesentlich stärker gestiegen sind. Wohlmuth rechnet vor: „Laut Statistik Austria geben Pensionistinnen und Pensionisten rund 60 Prozent Ihres Einkommens für Miete, Energie, Lebensmittel, Gesundheit und Mobilität aus. Bei 1.500 Euro brutto im Monat sind das etwa 800 Euro. Diese elementaren, lebensnotwendigen Ausgaben haben sich im Schnitt in den letzten 12 Monaten um etwa 4,5 Prozent erhöht. Macht 836 Euro statt 800; das heißt monatliche Mehrausgaben von 36 Euro. Das ergibt mal 12 Mehrausgaben von 432 Euro im Jahr. Diesen steht ein Pensionsplus von lediglich 280 gegenüber. Das ergibt unter dem Strich ein jährliches Minus von 152 Euro.

Der Pensionistenverband wird in seinem noch ausstehenden Gespräch mit der Sozialministerin diese Zahlen auf den Tisch legen und an ihr soziales Gewissen, ihre Lauterkeit und an die mathematische Sachkenntnis appellieren. Wohlmuth: „Wem die Seniorinnen und Senioren wirklich am Herzen liegen, wer ehrlich zu den Menschen ist und wer richtig rechnen kann, der muss erkennen, dass die heute durch den Ministerrat abgesegnete Pensionserhöhung ein Verlustgeschäft für die Pensionisten ist.“ (Schluss)

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