„matinee“ am 14. Oktober: Porträt in memoriam Montserrat Caballé, Doku „Als die Impressionisten Japan entdecken“

Außerdem: „Die Kulturwoche“ und „Ausflug ins Gestern: Weinlese 1963“

Wien (OTS) - Die „matinee“ am Sonntag, dem 14. Oktober 2018, um 9.05 Uhr in ORF 2 erinnert zunächst mit einem Filmporträt an die kürzlich verstorbene Starsopranistin Montserrat Caballé – „Die Grande Dame des Belcanto“. Danach blickt der von Teresa Vogl präsentierte ORF-Kulturvormittag anlässlich der Eröffnung der neuen Herbstausstellung des Kunstforums Wien mit einer Doku auf den Einfluss der Pazifikinsel auf Kunst und Gesellschaft: „Als die Impressionisten Japan entdecken“ (9.30 Uhr). Auf „Die Kulturwoche“ (10.25 Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps zum heimischen Kulturgeschehen folgt abschließend ein amüsanter „Ausflug ins Gestern“ (10.50 Uhr) zur Weinlese anno 1963.

„Montserrat Caballé – Die Grande Dame des Belcanto“ (9.05 Uhr)

Sie war eine der herausragendsten Diven der internationalen Opernwelt und schon zu Lebzeiten eine Legende – am 6. Oktober starb Montserrat Caballé im 86. Lebensjahr in ihrer Heimatstadt Barcelona. Die Sopranistin begeisterte nicht nur durch ihre außergewöhnliche Stimme, sondern auch mit ihrer phänomenalen Ausstrahlung und ihrem Charisma, das das Publikum weltweit immer wieder in Bann zog. Auch abseits der Opernbühne feierte der Weltstar Erfolge – so bleibt der gemeinsame Song mit Freddie Mercury zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Barcelona 1992 unvergessen. 2007 kehrte die Primadonna, deren humoristische und komödiantische Ader das Publikum entzückte, in der Rolle der Herzogin von Crakentorp in Donizettis „La fille du regiment“ („Die Regimentstochter“) nach langer Zeit wieder einmal auf die Bühne der Wiener Staatsoper zurück. Anlässlich ihres Ablebens erinnert der ORF mit einem Film von Karina Fibich an diesen Triumph sowie an weitere Highlights in Montserrat Caballés großer Karriere.

„Als die Impressionisten Japan entdecken“ (9.30 Uhr)

200 Jahre lang hatte sich Japan abgeschottet, doch 1853 erzwangen amerikanische Kriegsschiffe die wirtschaftliche Öffnung des Landes. Kunstsinnigen Reisenden war es zu verdanken, dass Porzellan, Kunstobjekte und Farbholzschnitte den Weg nach Europa fanden. Auf den Weltausstellungen in London und Paris stießen die exotischen Werke sofort auf großes Interesse und begeisterten auch Künstler wie Manet, Degas, Whistler, Monet oder Van Gogh, die auf der Suche nach neuen künstlerischen Wegen waren.
Anhand schriftlicher Zeugnisse von Autoren, Galeristen, Kritikern, Sammlern und Malern wird deutlich, wie stark die japanische Kunst bedeutende westliche Werke der damaligen Zeit beeinflusste. Der französische Kunstkritiker Philippe Burty prägte 1872 den Begriff „Japonismus“ für diese außergewöhnliche Entwicklung. Es dauerte nicht einmal 50 Jahre, bis die Strömung alle Künste erfasst hatte und sogar zu einem Gesellschaftsphänomen wurde.
Die Dokumentation von Jerôme Lambert und Philippe Picard spürt der Faszination des Japonismus anhand einer besonderen visuellen Umsetzung nach: Schattenfiguren werden mit Illustrationen, zeitgenössischen Gemälden, Holzschnitten, Fotografien, Zeichnungen und Originalaufnahmen kombiniert.

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