GLOBAL 2000: Entscheidungen der EU-UmweltministerInnen mit Ergebnissen der Klimawissenschaft nicht vereinbar

Viele EU-Mitgliedsstaaten für Erhöhung der Klimaschutzambition, wenige Bremser blockieren.

Wien/Straßburg (OTS) - Heute hat der Umweltministerrat die Position der EU für die COP24 in Katowice festgelegt. Der entscheidende Beschluss, die eigene Klimaambition in Einklang mit den Pariser Klimaschutzzielen zu bringen, fehlt aber. Das, obwohl der Bericht des Weltklimarates erst gestern sehr deutlich die Notwendigkeit von Nachbesserungen eingefordert hat. „Heute haben viele EU-Mitgliedsstaaten auf eine Nachbesserung der EU-Klimaziele gedrängt. Das ist ein wichtiges und starkes Signal, dass die Botschaft des Weltklimarates vielerorts angekommen ist. Gleichzeitig ist es erschreckend zu sehen, dass manche EU-UmweltministerInnen offenbar mit einer völligen Missachtung der Ergebnisse des erst gestern vorgestellten Berichts reagieren. Umweltministerin Elisabeth Köstinger, die den Vorsitz innehat, muss diese Staaten mit ins Boot holen und sicherstellen, dass die EU bei der Klimakonferenz in Katowice substantielle Nachbesserungen der eigenen Anstrengungen ankündigt“, kritisiert Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000.

Erst gestern hat der Weltklimarat im IPCC-Bericht klar gemacht, dass es deutlich stärkere Anstrengungen braucht, damit es noch gelingen kann, den Temperaturanstieg auf 1,5 °C einzugrenzen. Die EU-Ziele sehen vor, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 40 Prozent zu reduzieren. Das ist viel zu wenig, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Die EU muss ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 60 Prozent reduzieren und auf Netto-Nullemissionen im Jahr 2040 kommen. Unter den EU-Staaten, die Nachbesserungen verlangen, sind Belgien, Zypern, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Schweden und Großbritannien. Bis Mai 2019 will die EU ihre neue langfristige Klimastrategie beschließen. Für GLOBAL 2000 ist wichtig, dass sich diese Strategie klar an dem 1,5 °C-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens orientiert. Das ist die Mölgichkeit für die EU, ihre Ziele auf geplante und koordinierte Weise in Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens zu bringen.

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Lydia Matzka-Saboi, GLOBAL 2000 Pressesprecherin, 0699 14 2000 26, lydia.matzka@global2000.at
Johannes Wahlmüller, GLOBAL 2000 Klima- und Energiesprecher, 0699 14 2000 41, johannes.wahlmueller@global2000.at

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