Holzinger/Liste Pilz: Anrechnung von Karenzzeiten durch Arbeits- und Sozialausschuss beschlossen

Jedoch: Statt direktem Weg durch eine gesetzliche Regelung, wollen Regierungsparteien eine Zusatzrunde über Sozialpartnerschaft gehen

Wien (OTS) - Im heutigen Ausschuss für Arbeit- und Soziales wurde im Wesentlichen der Forderung und den Anträgen von Liste Pilz Sozialsprecherin Daniela Holzinger entsprochen. Noch bis Jahresende soll die Anrechnung von Karenzzeiten im Ausmaß von 24 Monaten für Ansprüche im Zusammenhang mit der Beschäftigungszeit – etwa in Hinblick auf Vordienstzeiten und Lohnvorrückungen – Realität werden: „Wir bauen damit strukturelle Benachteiligungen im Beruf, insbesondere von Frauen, ab und sorgen für mehr Gerechtigkeit im Erwerbsleben. Denn aktuell ist es noch so, dass viele Frauen, aufgrund längerer Karenzzeiten bei Gehaltsvorrückungen unberücksichtigt bleiben und Vordienstzeiten nur teilweise anerkannt werden. Das führt dann auch zu geringerem Einkommen und in der Folge daraus zu weniger Pension und womöglich Altersarmut. Hier bestand dringender Verbesserungsbedarf“, sagt Holzinger.

Leider war es auch in der sehr intensiven Diskussion im Ausschuss nicht möglich, die Regierungsfraktionen davon zu überzeugen, hier den direkten Weg über eine gesetzliche Lösung schon im nächsten Plenum des Parlaments zu gehen. ÖVP und FPÖ haben darauf bestanden, die Sozialpartner zu beauftragen, hier eine Regelung im Rahmen von Kollektivverträgen zu suchen und erst im Falle des Scheiterns das Parlament zu betrauen: „Leider verlieren viele tausende betroffene Eltern durch diese Ehrenrunde der Regierung nochmals wichtige Monate auf dem Weg zur Gerechtigkeit und das wird sich leider auch finanziell bei vielen niederschlagen. 

Weiters haben wir das Problem, dass von einer kollektivvertraglichen Lösung rund drei Prozent der ArbeitnehmerInnen benachteiligt werden und nicht davon profitieren können. Vor allem in typischen Frauenberufen. Dennoch bleibt das Ziel ein gutes und richtiges und dieses trage ich auch im Sinne der Eltern in unserem Lande mit“, erläutert Holzinger.

 

 

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