Plasma rettet Leben

Die Bedeutung der Plasmaspende wird oft unterschätzt. Der steigende Bedarf von Blutplasma für die Arzneimittelherstellung macht die Plasmaspende so wichtig wie selten zuvor.

Ohne Blutplasma wäre ich heute nicht mehr am Leben
Karin Modl, Obfrau der ÖSPID – Österreichische Selbsthilfe für primäre Immundefekte
Darüber hinaus werden Arzneimittel aus Plasma auch bei Blutverlust durch schwere Verletzungen, bei Lebererkrankungen, schweren Infektionen, neurologischen Erkrankungen, onkologischen Krankheitsbildern, Autoimmunerkrankungen, oder bei Blutgerinnungsstörungen eingesetzt
Univ. Prof. Dr. Elisabeth Förster-Waldl, Fachärztin für Klinische Immunologie, Kinder- und Jugendheilkunde, Leiterin des Center for Congenital Immunodeficiencies an der MedUni Wien

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Ob im klinischen Alltag, auf der Intensivstation oder bei seltenen Erkrankungen, Arzneimittel aus Humanblutplasma retten Menschenleben. Dank verbesserter und schnellerer Diagnosemöglichkeiten können Krankheiten immer besser festgestellt und immer mehr Menschen zielgerichtet behandelt werden. Die Folge ist, dass der Bedarf an Blutplasma steigt und die Blutplasmaspende immer wichtiger wird. Darauf machten die Interessengemeinschaft Plasma (IG Plasma), die Plasma Protein Therapeutics Association PPTA und der Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs, Pharmig, in einer gemeinsamen Pressekonferenz aufmerksam.  

„Ohne Blutplasma wäre ich heute nicht mehr am Leben“, erzählt Karin Modl, Obfrau von ÖSPID – Österreichische Selbsthilfe für primäre Immundefekte. Als Kind häufig krank und schon wegen einer Erkältung im Spital, dauerte es bis zu ihrem 38. Lebensjahr, bis Ärzte schließlich ihren angeborenen Immundefekt entdeckten. Seither erhält sie im Zuge ihrer Behandlung regelmäßig Blutplasmapräparate und kann heute wieder ein normales Leben führen. Dabei weist Modl darauf hin, dass „jeder irgendwann in seinem Leben auf eine Plasmaspende angewiesen sein kann.“ Blutplasma ist demnach nicht nur vielseitig einsetzbar, sondern wird auch permanent benötigt. Derzeit sind allein in Österreich 180.000 Patienten auf Plasmapräparate angewiesen. 

Arzneimittel aus Plasma gehören heute zu den Standardpräparaten auf Intensivstationen. Neue Behandlungsmöglichkeiten auch in der Onkologie sorgen dafür, dass der Bedarf an Plasmapräparaten steigt. Zudem gibt es eine Reihe von seltenen Erkrankungen, bei denen bestimmte im Plasma vorkommende Proteine vom Körper nicht oder nur unzureichend produziert werden. „Solche Mängel führen in der Regel zu schweren chronischen Erkrankungen, die oft lebensbedrohend sind, wenn sie nicht behandelt werden“, sagt Univ. Prof. Dr. Elisabeth Förster-Waldl, Fachärztin für Klinische Immunologie, Kinder- und Jugendheilkunde, Leiterin des Center for Congenital Immunodeficiencies an der MedUni Wien. „Darüber hinaus werden Arzneimittel aus Plasma auch bei Blutverlust durch schwere Verletzungen, bei Lebererkrankungen, schweren Infektionen, https://www.youtube.com/watch?v=QTVPUNhxCcw). 

Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand Oktober 2018), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die Pharmig und ihre Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.

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