23. BGF-Infotag: Wie Spitzenleistungen möglich werden

Spannende Ansätze am 23. Informationstag zur Betrieblichen Gesundheitsförderung in Klagenfurt

Je stärker die Arbeit als sinnstiftend wahrgenommen wird, desto höher ist die von innen her kommende Motivation.
KGKK-Direktor Maximilian Miggitsch
Spitzenleistungen entstehen im Kopf. Entsprechende Motivation und Training erhöhen die Kompetenzen und ermöglichen außergewöhnliche Leistungen
Snowboard-Extremsportler und Coach Stefan Gatt
Ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen entsteht dann, wenn die entsprechende Reputation der Unternehmen stimmig ist, also wenn es gelingt, sich als Gesundheitscoach zu positionieren, und ehrlich Anteil am Wohlbefinden der Mitarbeiter/Innen zu nehmen
Motivforscherin Helene Karmasin

Klagenfurt am Wörthersee (OTS) - Können durch Gesundheitsförderung Spitzenleistungen im Unternehmen erzielt werden? Das funktioniert, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, schildert Snowboard-Extremsportler Stefan Gatt. Denn Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Motivation sind eng miteinander verbunden. Das Streben nach Gesundheit wirkt sich deutlich auf Spitzenleistungen aus, manchmal steigernd, manchmal bremsend – das zeigen Untersuchungen der Motivforscherin Helene Karmasin. 

„Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) – ein Beitrag zur Steigerung von Leistung und Motivation!?“ lautete das Thema der diesjährigen Veranstaltung und beleuchtete die Leistungsfähigkeit von Mitarbeiter/innen unter dem Aspekt der Gesundheitsförderung. Der Schwerpunkt des 23. Informationstags des Österreichischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung (ÖNBGF) in Klagenfurt, organisiert unter der Schirmherrschaft der Kärntner Gebietskrankenkasse (KGKK), stieß auf reges Interesse. Rund 150 Gäste folgten den Beiträgen der Keynote-Speaker und diskutierten mit BGF-Betrieben praxisnahe Auswirkungen. 

Wie ist es möglich, sich selbst als Führungskraft sowie Mitarbeiter/innen zu Höchstleistungen zu motivieren – unter besonderer Beachtung von Wohlergehen und dem Erhalt der Gesundheit? Wie gelingt es, bei Mitarbeiter/innen eine loyale und positive Einstellung gegenüber ihrer Arbeit zu schaffen und wie kann dies im Rahmen der BGF gesehen werden? – Fragen, die sichtlich viele beschäftigen. 

Für KGKK-Direktor Maximilian Miggitsch ist sowohl die physische wie auch psychische Gesundheit Grundvoraussetzung für eine hohe Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft:„Je stärker die Arbeit als sinnstiftend wahrgenommen wird, desto höher ist die von innen her kommende Motivation.“

Spitzenleistungen im Kopf. 2001 fuhr Stefan Gatt als erster Mensch mit dem Snowboard vom Mount Everest – ohne zusätzlichen Sauerstoff. Seit über zwei Jahrzehnten begleitet er europaweit Führungskräfte in der Team-, Beziehungs- und Persönlichkeitsentwicklung. „Spitzenleistung im Job und Gesundheit schließen sich nicht aus – vielmehr ist Gesundheit die Grundlage für große Leistungen und daher langfristig gedacht immer wichtiger als die Leistung“, so Gatt. „Spitzenleistungen entstehen im Kopf. Entsprechende Motivation und Training erhöhen die Kompetenzen und ermöglichen außergewöhnliche Leistungen“, beschrieb Stefan Gatt die Rahmenbedingungen. Sein Tipp für Führungskräfte: Wertschätzung der Leistung und der Personen und des „halbvollen Glases“!

Gesundheit als Imagefaktor. Das Bewusstsein für Gesundheit in unserer Gesellschaft steigt. Damit einher geht die zunehmende Bedeutung von Gesundheit in verschiedenen Lebensbereichen, so wie auch am Arbeitsplatz. Wie sich nun Gesundheit und Spitzenleistungen ausgehen, das berichtete Motivforscherin Helene Karmasin. Denn einerseits können manche Spitzenleistungen erst auf Kosten der Gesundheit entstehen, andererseits kann Gesundheitsförderung/-vorsorge sich befruchtend auf Spitzenleistungen auswirken und diese somit erst ermöglichen. „Ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen entsteht dann, wenn die entsprechende Reputation der Unternehmen stimmig ist, also wenn es gelingt, sich als Gesundheitscoach zu positionieren, und ehrlich Anteil am Wohlbefinden der Mitarbeiter/Innen zu nehmen“, unterstrich Helene Karmasin.  

Wie sich Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in der Praxis umsetzen lässt und welche Ergebnisse erzielt werden, darüber berichteten vier von der Kärntner Gebietskrankenkasse betreute BGF-Betriebe.  

Hintergrund: 

Österreichisches Netzwerk BGF 

Das Österreichische Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung (ÖNBGF) ist ein  Zusammenschluss der Träger der gesetzlichen Krankenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung, des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger, der Sozialpartner und des Fonds Gesundes Österreich als unterstützender Partner. 

BGF-Regionalstelle KGKK: 

Die Kärntner Gebietskrankenkasse als Regionalstelle des Österreichischen Netzwerks BGF ist seit März 2003 Ansprechpartnerin für Kärntens Betriebe. Mit dem BGF-Leistungsangebot konnten bereits 130 Betriebe und somit rund 32.000 Beschäftigte in Kärnten erreicht werden.

Das Angebot der Kärntner Gebietskrankenkasse umfasst eine Projekt- und Prozessberatung sowie Unterstützung in allen Projektphasen. Als Servicestelle bietet die KGKK auch regionale Qualitätssicherung, Betreuung von Betrieben in Gesundheitsfragen, sowie Vernetzungsmöglichkeiten mit externen Expert/Innen und Kontaktvermittlungen. www.kgkk.at, bgf@kgkk.at 

Foto-/Videomaterial: 

Fotos bzw. Videomaterial von der Veranstaltung finden Sie hier

Die Veranstaltung wird gefördert aus den Mitteln des Fonds Gesundes Österreich und des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger.

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